Droht Berlin eine gefährliche Grippe-Epidemie?

Viel zu wenige Menschen sind gegen Grippe geimpft.
Viel zu wenige Menschen sind gegen Grippe geimpft.  © DPA

Berlin - Na, hast Du auch schon ein Kratzen im Hals und die Nase tropft unentwegt? Dann bist Du damit nicht alleine: Die Grippe grassiert in Deutschland!

In Sachsen sind sogar bereits drei Grippe-Tote zu beklagen, wie TAG24 berichtete.

Wie das renommierte Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin mitteilte, sind bundesweit 15.188 labordiagnostisch bestätigte Fälle gemeldet – Stand letzte Woche.

Und es werden täglich mehr, die sich mit Fieber, trockenem Husten und starken Kopf- und Gliederschmerzen herumplagen.

Diese Zahl sei der mit Abstand höchste Wert pro Woche seit Beginn der Grippewelle im Dezember.

Zwölf 12 Prozent der Patienten mussten sogar im Krankenhaus behandelt werden. Laut Bericht wurden auch mehrere Ausbrüche in Schulen und Kindergärten gemeldet.

Momentan liegen viele Menschen in Deutschland mit Grippe im Bett. (Symbolbild)
Momentan liegen viele Menschen in Deutschland mit Grippe im Bett. (Symbolbild)  © dpa (Symbolbild)

Im letzten Wochenbericht waren laut RKI in Berlin bislang etwa 1300 labordiagnostisch bestätigte Fälle gemeldet – wobei nur ein kleiner Teil der Fälle überhaupt im Labor erfasst wird.

Demnach rechnet man mit einer weitaus höheren 'Dunkelziffer' an Erkrankten in Berlin.

Die Zahl der Arztbesuche, die der Influenza zugeschrieben werden, liege bislang jedoch unter dem Niveau der schweren Grippewelle 2016/17, erklärte RKI-Grippe-Expertin Silke Buda der dpa.

Zur Schwere der aktuellen Grippe-Welle insgesamt gab es allerdings noch keine Angaben – diese bewertet das Institut immer erst nach Saisonende.

Gefährlich wird eine Infektion vor allem für alte und chronisch kranke Menschen. Sie sollten sich daher schon im Herbst impfen lassen. Meist endet die Grippesaison im März.

Titelfoto: dpa (Symbolbild)


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