Droht wieder Warteschlangen-Chaos am Düsseldorfer Flughafen?

Düsseldorf – Im Feriensommer 2017 gab es riesige Schlangen, weil die für die Personenkontrolle zuständige Firma Kötter zu wenig Personal einsetzte.

Lange Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen soll es im Sommer nicht geben.
Lange Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen soll es im Sommer nicht geben.  © DPA

Man werde zum Ferienstart in Nordrhein-Westfalen (16. Juli) rund 180 zusätzliche Kräfte an den Kontrollstellen haben, versicherte die zuständige Sicherheitsfirma Kötter der Deutschen Presse-Agentur.

Insgesamt steige die Belegschaft auf mehr als 1.000 Männer und Frauen, von denen zu Spitzenzeiten bis zu 320 gleichzeitig im Einsatz seien.

Im September 2017 war es an dem drittgrößten deutschen Flughafen wegen überlanger Wartezeiten zu Handgreiflichkeiten zwischen den Passagieren gekommen.

Wegen des Personalmangels mussten auch Bundespolizisten an den Personenkontrollen teilnehmen, die sie eigentlich nur beaufsichtigen sollen.

Die Firma Kötter hatte im Nachgang Fehler eingeräumt und für 2018 Besserung gelobt. Für den Sommer ist zusätzlich geplant, vom belgischen Anbieter Agello zwei Teams mit zusammen zwölf Leuten auszuleihen.

"Ich bin zuversichtlich, dass wir den anstehenden Sommerferienverkehr genauso erfolgreich meistern werden wie die zurückliegenden Oster- und Pfingstferien, als wir die Passagiere zügig und sicher kontrolliert haben", erklärte Kötter-Chef Peter Lange. Das gelte im gleichen Maße für die Passagierkontrollen am Flughafen Köln/Bonn.

Die Gewerkschaft Verdi ist weiterhin skeptisch und stört sich daran, dass Kötter Beschäftigte aus vier Subunternehmen einsetzen will. Das widerspreche der Ausschreibung, kritisierte Verdi-Sekretär Özay Tarim in Düsseldorf. Er habe große Zweifel, dass Kötter mit seiner Mannschaft heil durch den Sommer kommt.

Die Beschäftigten litten an der viel zu dünnen Personalausstattung. Ein hoher Krankenstand sei Zeichen permanenter Überlastung und auch die firmeneigene Akademie bilde nicht ausreichend neue Kräfte aus.

Titelfoto: DPA


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