Der DSC-Etat wächst: Trotzdem achtet Sport-Manager Arabi auf jeden Cent

Bielefeld - Obwohl sie Unterstützung von dem "Bündnis Ostwestfalen" erhalten und das Stadion verkauft haben, muss Arminia Bielefeld auch in der kommenden Saison auf jeden Cent achten.

Zusatzeinnahmen können mittlerweile direkt in den DSC-Kader fließen.
Zusatzeinnahmen können mittlerweile direkt in den DSC-Kader fließen.  © DPA

Manager Samir Arabi hat für die Saison 2019/2020 einen Etat von rund elf Millionen Euro zur Verfügung, der wohlüberlegt ausgegeben werden will. "Stand heute werden wir nicht einen Euro mehr für unseren Lizenzspielerkader zur Verfügung haben als in der abgelaufenen Saison", stellte Arabi noch zuletzt gegenüber dem Westfalen-Blatt klar.

Im Endeffekt kann der 40-Jährigen aber ein paar Euro mehr ausgeben, zumal der FC Ingolstadt in die 3. Liga abgestiegen ist und somit der DSC bei der TV-Gelder-Vergabe mehr Kohle erhält. Rund 540.000 Euro spült der Abstieg der Schanzer in die Kasse der Arminen.

Dass der Manager aber trotzdem keine großen Sprünge machen kann, liegt daran, dass noch Altlasten bezahlt werden müssen. So muss der Club noch unter anderem die Entlassung von Ex-Trainer Jeff Saibene berücksichtigen. Dessen Vertrag läuft nämlich noch bis Mitte 2020 und dürfte den Verein rund 500.000 Euro kosten.

Ein Etat von rund elf Millionen Euro stehen Manager Samir Arabi in der kommenden Saison zur Verfügung.
Ein Etat von rund elf Millionen Euro stehen Manager Samir Arabi in der kommenden Saison zur Verfügung.  © DPA

Falls der einstige Teamchef allerdings einen neuen Verein finden sollte, würde das Geld dem DSC sofort zur Verfügung stehen und in die Mannschaft oder in die Infrastruktur fließen. "Wir sind jetzt in der Lage, dass Zusatzeinnahmen auch in den sportlichen Bereich fließen können. Früher ging es immer nur um Schuldentilgung", erklärte Finanz-Geschäftsführer Markus Rejek.

In erster Linie geht es aber beim DSC darum, vernünftig zu investieren und keine neuen Schulden anzuhäufen, was sich allerdings als ziemlich schwierig gestalten sollte, da unter anderem geplant ist, das Trainingsgelände langfristig für eine zweistellige Millionensumme zu verändern.

Schon in diesen Sommer wird auf dem Trainingsplatz eine Rasenheizung für circa eine Million Euro installiert. Zudem werden rund 180.000 Euro für die Einführung des Videobeweises in der 2. Liga fällig.

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