Weihnachtsfeier gerettet! DSC biegt Rückstand um

Louisa Lippmann, Katie Slay und Mareike Hindriksen (DSC) jubeln!
Louisa Lippmann, Katie Slay und Mareike Hindriksen (DSC) jubeln!

Von Steffen Grimm

Dresden - Statt Rute und Straftraining gab es für die DSC-Schmetterlinge am Ende doch noch eine schöne Bescherung. Nach einem 0:2-Satzrückstand gewann der deutsche Meister das letzte Heimspiel des Jahres gegen den USC Münster noch mit 3:2.

Es war ein Duell, das weder die Akteure auf dem Feld noch die 2900 Zuschauer in der kochenden „Margon Hölle“ so schnell vergessen werden.

Den Gastgeberinnen gelang in den ersten beiden Sätzen (21:25, 16:25) kaum etwas. „Wir waren schlecht. Münster war super, hat uns mit seinen Aufschlägen eingeschenkt. Wir hatten Probleme in der Annahme, haben in der Abwehr keinen Rhythmus gefunden“, erklärte DSC-Chefcoach Alex Waibl.

Hinterm Netz: Katie Slay (Dresden) gegen Leonie Schwertmann (Münster).
Hinterm Netz: Katie Slay (Dresden) gegen Leonie Schwertmann (Münster).

Der seinen Schützlingen danach androhte: „Wenn wir das Spiel verlieren, gibt es am Sonntagvormittag Straftraining.“

Nach dem 16:19 im dritten Akt standen die Dresdnerinnen schon am Abgrund. Doch sie kämpften sich zurück und verhinderten das Desaster. Zwei gegnerische Matchbälle wehrte der DSC ab. Michelle Bartsch schlug mit dem dritten Satzball der Gastgeberinnen ein Ass zum 29:27. Während die Zuschauer jubelten, haderte USC-Trainer Andreas Vollmer mit den Schiris wegen einer umstrittenen Entscheidung in der Schlussphase.

Der dritte Durchgang hinterließ Spuren. Münster war beeindruckt, der Meister im Rausch. Angetrieben von Lisa Izquierdo zog der DSC im vierten Satz schnell zum 10:3 durch und erzwang mit dem 25:18 den Tiebreak. Auch der war noch mal extrem spannend. Die Waibl-Schützlinge drehten einen 2:4-Rückstand zum 6:4. Beim 8:6 wurden die Seiten gewechselt.

Zwei Dresdner Matchbälle wehrte Münster ab, dann blockte Jennifer Cross zum 15:12. Das Happy End nach einem 125-minütigen Fünf-Satz-Krimi war perfekt, der Jubel riesig und die Stimmung bei der Weihnachtsfeier mit Sponsoren und Freunden im VIP-Raum gerettet.

Fotos: Lutz Hentschel


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