Dresdner SC kann doch noch siegen, aber Waibl sieht Rot!

Dresden - Riesenjubel in der Margon Arena! Die DSC-Schmetterlinge können doch noch gewinnen. Nach drei Niederlagen in Folge feierten Mareen von Römer & Co. Mittwochabend einen hart erkämpften 3:1-Sieg im Derby-Krimi gegen den VfB Suhl.

Erbost: DSC-Coach Alexander Waibl diskutiert nach seiner Roten Karte mit dem Schiedsrichter.
Erbost: DSC-Coach Alexander Waibl diskutiert nach seiner Roten Karte mit dem Schiedsrichter.  © Lutz Hentschel

„Ich bin froh und erleichtert. Ich hatte das Verlieren satt. Dieser Sieg war wichtig“, sagte Zuspielerin von Römer. Und betonte: „Der Sieg sollte eine Initialzündung für die nächsten Wochen sein.“

Die Gastgeberinnen, die auf Kapitän Katharina Schwabe (Stirnhöhlenentzündung) und Lena Stigrot (Knieprobleme) verzichten mussten, starteten gut, legten ein 5:2 vor.

Brachen nach dem 7:4 aber weg - 7:9. Nach toller Rettungstat von Sasa Planinsec verkürzte der DSC auf 9:10. Das war das Signal! Planinsec & Co. machten Druck, blockten stark und gingen bis zur zweiten technischen Auszeit 16:13 in Führung.

Nikola Radosova verwandelte den dritten Satzball zum 25:22.

2946 Zuschauer - darunter Dynamo-Legende Eduard Geyer und eine Abordnung der Eislöwen - dachten, dass es im zweiten Akt so weitergeht.

Jubel der DSC-Damen: Gegen VfB Suhl Lotto Thüringen konnten die Dresdnerinnen gewinnen.
Jubel der DSC-Damen: Gegen VfB Suhl Lotto Thüringen konnten die Dresdnerinnen gewinnen.  © Lutz Hentschel

Doch bei den DSC-Girls ging erst mal gar nichts los - 6:13. Und als sie dann loslegten, spielte das Schiri- und Linienrichter-Team nicht mit. Nach der zweiten Fehl-Entscheidung gegen den DSC diskutierte Chefcoach Alex Waibl und sah Gelb.

Als anschließend ein Suhler Angriff deutlich (!) ins Aus ging, die „Unparteiischen“ den Ball aber im Feld des DSC sahen, war Waibl außer sich und bekam postwendend Rot gezeigt. Bestraft wird die Rote Karte laut Reglement mit einem Punkt für den Kontrahenten. Damit stand es 10:17. Mit Wut im Bauch griffen die Waibl-Schützlinge jetzt vehement an, ihre beeindruckende Aufholjagd wurde jedoch nicht belohnt. Drei Satzbälle für den VfB wehrte Dresden ab, dann passierte es doch - 23:25.

Im dritten Durchgang überstanden die Gastgeberinnen zwei Schwächephasen in der Annahme, Planinsec schlug zum 16:12 zu. Aber Suhl ließ sich nicht abschütteln - 16:15. Nervenaufreibend war auch die Endphase. Fünf Satzbälle benötigte der DSC, bevor es 25:22 hieß.

Nach dem Zwischenstand von 3:3 im vierten Satz zog das Waibl-Team auf 11:7 davon und ließ sich von den nie aufsteckenden Gästen die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Ein Doppelblock von Ivana Mrdak und Piia Korhonen brachte das 25:16. Nach 109 Minuten war der Sieg perfekt, der DSC ist wieder Dritter.

„Die Mädels haben Mitte des zweiten Satzes zurückgefunden, sich dann durchgebissen und emotional stabil gespielt. Das war ganz wichtig“, lobte Chefcoach Waibl. Und ergänzte mit Blick auf seine Rote Karte: „Wir hatten in den vergangenen Wochen schon mehrere unglückliche Schiri-Entscheidungen in wichtigen Situationen. Diesmal ist mir der Kragen geplatzt. Ich habe mich bei meiner Mannschaft dafür entschuldigt, werde den Mädels einen Kuchen backen. Das habe ich ihnen versprochen.“

Mehr zum Thema DSC Damen Volleyball:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0