Dresdner SC nach 2:3 mit dem Rücken zur Wand!

Dresden - Vorhang auf für den neuen DSC! Doch neu war am Samstag in der Margon Arena nur die Einlaufshow. Auf dem Feld verfielen Katharina Schwabe & Co. im ersten Viertelfinal-Duell gegen die Ladies in Black Aachen in alte, eigentlich überwunden geglaubte Verhaltensmuster.

Die neue Einlaufshow: DSC-Kapitän Katharina Schwabe kommt durch den Vorhang des Tunnels und läuft aufs Feld.
Die neue Einlaufshow: DSC-Kapitän Katharina Schwabe kommt durch den Vorhang des Tunnels und läuft aufs Feld.  © Lutz Hentschel

Das wurde nach insgesamt 117 Minuten mit einer 2:3-Pleite bestraft. Und die könnte folgenschwer sein...

"Wir sind in einer Top-Verfassung", hatte Trainer Alex Waibl vor dem ersten Play-off-Spiel der Serie "Best of Three" erklärt.

Seine Schützlinge begannen auch "wirklich gut", holten sich den ersten Satz mit 25:22. Im zweiten legten sie noch eine Schippe drauf und waren haushoch überlegen. Bis zum 18:9. Doch von da an ging nichts mehr, gar nichts. Von 100 auf 0!

"Wir haben Aufschlagfehler gemacht, im Angriff die Bälle in den Block oder ins Aus geschlagen. Aachen musste gar nichts machen", schimpfte Waibl über diese Phase.

Der zweite Akt wurde mit 23:25 verloren, der dritte 21:25. Das Zwischenhoch im vierten Durchgang (25:18) machte den 2927 Zuschauern noch einmal Hoffnung.

Doch im Tiebreak liefen die Dresdnerinnen permanent einem Rückstand hinterher und beendeten das Spiel mit einem Aufschlagfehler zum 10:15.

Der DSC - von links Sasa Planinsec, Amanda Benson und Katharina Schwabe - am Boden. Hinter dem Netz jubeln die Ladies in Black.
Der DSC - von links Sasa Planinsec, Amanda Benson und Katharina Schwabe - am Boden. Hinter dem Netz jubeln die Ladies in Black.  © Lutz Hentschel

Kaum hatten seine Schützlinge den Ladies in Black am Netz die Hand gereicht, beorderte Waibl sein Team in die Kabine. "Da will der Trainer jetzt einiges dringend loswerden", kommentierte DSC-Vorstandschef Jörg Dittrich die ungewöhnliche Maßnahme.

Und fügte an: "Das war heute nicht das Niveau, auf dem wir spielen können. In einigen Phasen habe ich keinen Matchplan mehr gesehen."

Als die Spielerinnen zurück in die Halle kamen und zu den Fans gingen, sagte Mareen von Römer: "Wir haben zu viele Fehler gemacht. In der Ideengestaltung im Zuspiel muss ich das auf meine Kappe nehmen. Die Niederlage kotzt mich an, aber es war erst das erste Spiel."

Noch ist alles möglich, aber die DSC-Girls stehen jetzt mit dem Rücken zur Wand.

Um doch noch das Halbfinale zu erreichen, was als "Mindestziel" deklariert wurde, müssen Schwabe & Co. am Mittwoch auswärts und am Samstag daheim gegen Aachen gewinnen.

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