DSC schlägt Aachen und trifft im Pokalfinale auf Stuttgart

Michelle Bartsch (Dresden) gegen Laura Weihenmaier (17) und Ivona Svobodnikova (Aachen).
Michelle Bartsch (Dresden) gegen Laura Weihenmaier (17) und Ivona Svobodnikova (Aachen).

Von Steffen Grimm

Dresden - Es war ein hartes Stück Arbeit, entsprechend groß war der Jubel. Der DSC hat sich mit einem 3:1-Heimsieg gegen die Ladies in Black Aachen erstmals seit 2010 wieder ins DVV-Pokalfinale gekämpft, das am 28. Februar 2016 erstmals in der SAP Arena Mannheim ausgetragen wird. Gegner ist dort Titelverteidiger Allianz Stuttgart nach einem 3:0 gegen den USC Münster.

„Ich bin einfach glücklich“, rang Kristina Mikhailenko, die mit 18 Punkten die Topscorerin des Siegers war und als „Wertvollste Spielerin“ ausgezeichnet wurde, nach dem spannenden Duell nach Worten. „Im dritten Satz sind wir aufgestanden und haben endlich Volleyball gespielt. Jetzt sind wir im Finale. Mannheim, wir kommen.“

Von großer Nervosität der Gastgeberinnen war der erste Satz geprägt - 10:13, 15:18. Besser wurde das Spiel, als Lisa Izquierdo sowie Kathleen Slay aufs Feld kamen und Michelle Bartsch ihren Killerinstinkt zeigte. Doch die Girls von Trainer Alex Waibl konnten nach dem 24:23 ihre Chance nicht nutzen, verloren noch 25:27.

Jubel beim Dresdner SC, hinten in der Mitte: Kristina Mikhailenko.
Jubel beim Dresdner SC, hinten in der Mitte: Kristina Mikhailenko.

Ein entschlossener Meister präsentierte sich im zweiten Durchgang. Der 0:2-Rückstand wurde zur 8:4-Führung umgebogen. Nach dem 13:11 kam die für Lisa Stock auf der Libero-Position eingewechselte Belgierin Valerie Courtois zu ihrer Heimpremiere. Der DSC zog zum 25:17 durch.

Mit dem verrückten dritten Akt bog das Waibl-Team endgültig auf die Siegerstraße ein. Unglaublich: 6:15 waren die Dresdnerinnen schon im Hintertreffen, starteten dann aber eine grandiose Aufholjagd. Mit dem 17:17 war der Ausgleich erkämpft, beim 21:20 die Führung. Gina Mancuso schlug zum 25:22 zu.

Auch der vierte Satz war bis zur Mitte noch mal ein hartes Stück Arbeit, am Ende fiel er aber mit 25:16 deutlich aus. Die Siegerinnen und 2740 Fans waren aus dem Häuschen. „Das Spiel war genau so schwer, wie ich es erwartet hatte. Jetzt freue ich mich riesig, dass wir im Finale stehen“, sagte ein strahlender DSC-Trainer Alex Waibl.

Fotos: Lutz Hentschel (2)


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