Dschungelcamp Tag 5: Danni Büchner schmeißt das Handtuch

Brisbane/Köln/Berlin - Es ist alles unfassbar verständlich leicht: Es gibt beim RTL-Dschungelcamp keine zweite Ebene. Es ist, was es ist. Auch an Tag 5 geht die Danni-Show ätzend weiter, Marco ist immer noch als Wanderer im Tal der Tränen unterwegs, Prince Damien plaudert aus dem Bisexualitäts-Nähkästchen und Ghetto-Elenas vermeintliches Wendler-Geheimwissen wird zum gespielten Witz.

Wenn sie nicht gerade motzt, heult sie: Danni Büchner bricht die Dschungelprüfung "Ge-Fahrstuhl"ab. Null Sterne!
Wenn sie nicht gerade motzt, heult sie: Danni Büchner bricht die Dschungelprüfung "Ge-Fahrstuhl"ab. Null Sterne!  © TVNOW / Stefan Menne

All das Motzen hilft nichts, die Zuschauer haben entschieden: Depri-Danni muss schon wieder in die Dschungel-Prüfung – heute allerdings im Alleingang. "Eine Mama leiden sehen", schiebt sie den Zuschauern den schwarzen Peter zu.

Die Aufgabe bei "Ge-Fahrstuhl": Elf Sterne zwischen allem, was kreucht und fleucht wie Ratten, Spinnen und Schlangen zu suchen. Dr. Bob spricht der Bush-Taktvorgeberin noch aufmunternd zu: "Du triffst dort unten kleine und große Tiere, die dunkle Orte lieben. Du wirst aber nicht sterben."

Der Schlechte-Laune-Garant und Negativ-Favorit der Freiluft-WG darf in einen mit Fleischklumpen bestückten Fahrstuhl steigen und sich über eine Kakerlaken-Dusche freuen.

Als die Büchner-Witwe dann noch Pythons im ersten Raum erblickt, ist alles aus (*teilt offenbar die Abneigung für Schlangen mit Indiana Jones). Rien ne va plus: "Ich kann das nicht. Ich bin ein Star, holt mich hier raus!", wimmert und schluchzt die Nerv-Kandidatin am Rande eines Nervenzusammenbruchs (*mittlerweile dürfte sie das vermeintliche Interesse der Zuschauer an ihrer Person satt haben – Sendezeit für die Danni-Show hin oder her. Durchhaltewillen sieht anders aus).

Die Mecker-Meisterin schmeißt das Handtuch! Abbruch der Dschungelprüfung. Die Sterne-Jagd endet nach der gezogenen Reißleine erfolglos (*kein Stern, der ihren Namen trägt und toppt damit noch ihre glanzlose Performance aka Kreisch-Konzert an Tag 4 bei "Heißer Stuhl").

Immerhin: Die Busch-Bewohner hegen keinen Groll. Vorwürfe? Nicht die Bohne, versichert Ex-Boxweltmeister Sven Ottke (52), auch wenn die Mägen nun bis zu den Kniekehlen hängen.

Danni Büchner hatte kein einfaches Leben, sagt sie

Danni Büchners (r.) Leben war so farblos und trist wie diese nächtliche Schwarzweißaufnahme. Claudia Norberg (l., musste 29 Jahre mit dem Wendler leben) hört sich die Tränen-Biographie stoisch an.
Danni Büchners (r.) Leben war so farblos und trist wie diese nächtliche Schwarzweißaufnahme. Claudia Norberg (l., musste 29 Jahre mit dem Wendler leben) hört sich die Tränen-Biographie stoisch an.  © TVNow

In der Nacht wartet Bangebüx-Danni wieder mit ihrer Kernkompetenz auf (*nein, nicht die Asche ihres verstorbenen Mannes wie eine Monstranz vor sich herzutragen): Der Streithahn vom Dienst klagt der Wendler-Ex Claudia Norberg ihr Leid (*Déjà-vu).

"Ganz früher war ich ein Papakind. Mit 13 Jahren ist dann etwas passiert, das nicht so schön war", holt die Trash-TV erprobte "Goodbye Deutschland"-Teilnehmerin zum Ego-Trip im schmatzenden Flüsterton aus (*unerträglich). "Ich habe ihn danach nie mehr gesehen. War auch gut so! Das war so schlimm."

Demnach musste sie laut eigenen Angaben mit ihren Geschwistern miterleben, wie ihr Erzeuger ihre Mutter verprügelte (*trotz ihres Rufes als intrigante Selbstdarstellerin wollen wir ihr die zweifelhaften Umstände günstig auslegen.

Elena hingegen würde ihr das Verhalten wohl als miese Masche auslegen, wie sie mit den Worten "Es gibt immer zwei Seiten" zuletzt deutlich machte. Fakt ist aber: Muss man alles im TV ausschlachten?).

"Deshalb wollte ich nie, dass meine Kinder merken, wenn es mir scheiße geht oder ich verprügelt werde – aber sie haben es bei mir auch mitbekommen", beteuert die Fünffach-Mutter und Mitleids-Maschine. Bevor sie Malle-Jens kennenlernte, der nach einer Krebserkrankung, verstarb (*Danni ist seit dem 17. November 2018 verwitwet), habe die Wahl-Mallorquinerin schlechte Erfahrungen mit einem anderen Kerl gemacht.

"Der hat mich beschimpft, bespuckt, auch mal geschlagen, sodass es zugenäht werden wurde. Manchmal dachte ich: 'Ich kann das nicht mehr. Du musst dich umbringen'", berichtet die alleinerziehende Gastronomin über das sieben Jahre andauernde Martyrium mit ihrem Türsteher-Ex.

Am Ende wäre die gebürtige Düsseldorferin fast in einer Psycho-Klinik gelandet. Rausgeholt habe sie dann erst der Ritter in der schillernden Rüstung: Jens. Zu ihm habe sie immer gesagt: "'Ich bin ein Wrack.' Er war mein absoluter Seelenbalsam, der mich aufgebaut hat. Bei ihm durfte ich ich sein."

Am Ende drängt sich der Verdacht auf: Was für die einen "Mein Haus, mein Auto, mein Boot" ist, ist für den heulenden Schlosshund offenbar "Mein Mann, mein Vater, meine Kinder".

Dschungelcamp 2020: Prince Damien spricht über seine Bisexualität, Marco Cerullo weint im Dschungeltelefon

Wie hat Prince Damien (r.) von seiner Bisexualität erfahren? Seine Camp-Kollegin fühlen dem Münchner "Glücksmoment"-Interpreten auf den Zahn.
Wie hat Prince Damien (r.) von seiner Bisexualität erfahren? Seine Camp-Kollegin fühlen dem Münchner "Glücksmoment"-Interpreten auf den Zahn.  © TVNow

Wenn die Wendler-Bombe um seine Teenie-Freundin Laura Müller (19) auch immer noch nicht in dem Survivor-Format geplatzt ist und mittlerweile zur Luftnummer mutiert scheint, darf sich nun der geneigte Fernsehzuschauer über Details hinsichtlich der sexuellen Orientierung von DSDS-Damien freuen. Auf Männlein oder Weiblein alleine kann sich Prince Damien nicht einschießen.

Bei den Mädels war tote Hose, da lief nichts. Stattdessen kassierte der heute 29-Jährige Körbe. Eine Abfuhr in der Grundschule sollte die Weichen stellen. Nicht einmal Händchen halten war drin.

"Und dann gab es beim Tanzen einen Jungen, den ich richtig interessant fand. Dann habe ich gedacht: 'Ok, ich bin schwul, dann stehe ich einfach auf Jungs'", holt der Pop-Sänger aus, aber so einfach ist es dann doch wieder nicht. "Aber dann laufen wieder Mädchen in dein Leben, bei denen man sich wirklich mehr vorstellen kann."

"Hin- und hergerissen" sei der Münchner nach diesen Nackenschlägen des Schicksals und jammert in die Kamera: "Wenn, will ich jemanden für lange Zeit, für das Herz und für alles! Das ist sehr, sehr kompliziert." Kleines Trostpflaster: Nach einer Woche konnte der 29-Jährige groß machen und einen Batzen in das Außenklo setzen.

Mit kompliziert kennt sich übrigens auch Marco Cerullo (31) aus. Die Stimmung bei dem Ex-Bachelorette-Schönling ist so dermaßen Keller, dass man als Zuschauer Lutscher verteilen möchte (*Ei, ei, es wird alles wieder gut).

Erst hing er durch, weil er seine Freundin Christina Grass (31) vermisse und das Heimweh unendlich groß schien. Nun ist die Vergangenheit Kapitän auf seiner Tränenmeer-Fahrt.

Im Dschungeltelefon lässt er seinen Gefühle freien Lauf. Auf einmal brechen bei dem Buschkronen-Anwärter alle Dämme, weil ihn Verlustängste plagen und die Nerven blank liegen: Alkohol-Beichte ("mit elf, zwölf Jahren schon") und Probleme mit Eltern und Freunden ("Ich war das schwarze Schaf in der Familie").

Am Ende steht bei dem einstigen Hauptschüler die bittere Erkenntnis: "Ich zweifle oft an mir selber. Ich bin halt auch schwach. Innerlich ist das immer noch der kleine Marco", bläst der Kuppelshow-Hottie Trübsal, hat sich aber nach seinem Hänger wieder gefangen. Moderator Daniel Hartwich ist am Ende der Folge überzeugt: Da wurde doch gekifft!

Camp-Kollegin Claudia (*Sie will die Scheidung) versucht gewohnt ruhig ("Blonder Rooibostee") den Laiendarsteller noch aufzubauen, indem sie ihn bestimmt zurechtweist:" Mein Gott, du hast so eine tolle Freundin. Schließ' die Vergangenheit ab, lass' dich nicht einholen, kontrollier' deine Gedanken", liest Claudia dem früheren Mister Rheinland-Pfalz die Leviten.

Schatzsuche mit Anastasiya Avilova und Raúl Richter

Klavier-Koryphäe Raúl Richter muss mit Playboy-Mäuchen Anastasiya Avilova zur Schatzsuche antreten – und waren erfolgreich. Die Ausbeute: eine Zitrone.
Klavier-Koryphäe Raúl Richter muss mit Playboy-Mäuchen Anastasiya Avilova zur Schatzsuche antreten – und waren erfolgreich. Die Ausbeute: eine Zitrone.  © TVNOW / Stefan Menne

Erfolgreicher als Motz-Tante Danni sind hingegen Anastasiya Avilova und Raúl Richter bei der Schatzsuche "Rundum Fragen".

Mit Nerven aus Stahl und einem gesegneten Erinnerungsvermögen liefert das Duo ab und beweist Gewinner-Qualitäten auf dem drehenden Schleudersitz Platz (*Da wurde einem schon beim Zugucken schwindelig).

Nur bei einer Frage liegt Klavier-König Richter (*so richtig!) daneben. Bei der Frage "Welches Säugetier trägt seinen Nachwuchs im Beutel?" patzt Raúl (*nein, Koalas waren nicht gemeint, Känguru wäre es gewesen).

Schließlich können sie sich doch noch den richtigen Schlüssel sichern, der das Schloss an der Kette der Schatztruhe öffnet.

Zurück im Camp ist es die blitzgescheite Claudia, die mit Köpfchen die letzte Frage beantworten kann: "Wer hat mehr Instagram-Follower?"

Aus der Wendler-Ex platzt es förmlich raus: "Der Trump macht doch nur Twitter." Auch die anderen Mit-Insassen sind überzeugt, dass es Nationalspieler Toni Kroos (30) sein muss (*hat 23 Millionen Instagram-Abonnenten). Spiel, Satz, Sieg. Die Ausbeute für die Camper: keine Schokolade, dafür liegt eine Zitrone in der Kiste.

Ghetto-Elena bleibt sich treu und zeigt sich so zerknirscht, als hätte die Prollina vor dem Herrn gerade in die Zitrusfrucht gebissen. "Ich bin allergisch gegen Zitronen – also bitte, bitte in kein Essen reinmachen", stänkert die Schweizer Läster-Uschi. Zur Feier des Tages gönnt sich der Trash-Trupp eine Runde Bohnenwasser (*richtig gutes Zeug).

Am Mittwoch muss sich Danni (*Überraschung) mit Elena in der Dschungelprüfung "Verlies Navidad" beweisen, wenn es auf "RTL" zum sechsten Mal in diesem Jahr heißt: "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!"

Erst war es die Vermissung nach seiner Freundin Christina, nun holt Marcello die Vergangenheit – und bei ihm kullern die Tränen ganz bitterlich.
Erst war es die Vermissung nach seiner Freundin Christina, nun holt Marcello die Vergangenheit – und bei ihm kullern die Tränen ganz bitterlich.  © TVNow

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