Feuerwehr in Lebensgefahr: Gera zeigt Täter an, die Hydranten abdrehten!

Gera - Am Montagabend war in Gera in einem Haus am Hauptbahnhof ein Großfeuer ausgebrochen, mittendrin wurde der Feuerwehr dann plötzlich das Wasser abgedreht - das hat nun Folgen für die Täter.

Stundenlang kämpften die Einsatzkräfte gegen die Flammen.
Stundenlang kämpften die Einsatzkräfte gegen die Flammen.  © dpa/Bodo Schackow

Stundenlang kämpften die Einsatzkräfte gegen die Flammen, die das ganze Haus zerstörten - und dann ging ihnen auf einmal das Wasser aus! Als man nach dem Fehler suchte, fiel auf: Irgendjemand hatte gleich drei Hydranten einfach zugedreht.

Die Stadt Gera zieht nun Konsequenzen, zeigt die noch unbekannten Täter an. Auch Innenminister Georg Maier verurteilte die Aktion aufs Schärfste: "Sollte es sich bewahrheiten, überträfe das alles bisher Dagewesene. Das ist ein Angriff auf das Leben der FW-Leute", schreibt er auf Twitter.

Auch bei Facebook stößt die Aktion auf großen Unmut. "Unglaublich, Danke an die Feuerwehr. An die Hydrantendreher: schämt euch! Ihr hab das Leben der Feuerwehrleute damit in Gefahr gebracht", heißt unter anderem in den Kommentaren bei TAG24.

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Die Feuerwehr Gera hat sich mittlerweile ebenfalls mit einem emotionalen Post an die Öffentlichkeit gewandt.

"Wie krank muss ein Mensch sein, 3 Hydranten während eines Einsatzes zuzudrehen, er bringt Menschenleben in Gefahr und zwar die, die zu diesem Zeitpunkt im und am Gebäude gelöscht haben, Wasser in die Fenster geben wollten, bei denen die Flammen schon aus den Fenstern schlugen", schreibt die Truppe.

In dem Moment, als das Wasser ausgegangenen war, seien Feuerwehrkameraden im Gebäude gewesen, hätten sich nicht mehr gegen die Flammen wehren können und seinen in Lebensgefahr geraten. Man sei wütend über so viel Dummheit, nur um ein Gebäude abbrennen zu sehen.

"😡 GENAU DU HAST DIE FEUERWEHR IN LEBENSGEFAHR GEBRACHT, DU WOLLTEST DAS JEMAND ZU SCHADEN KOMMT", schreiben sich die Kameraden die Wut von der Seele und ernten damit unglaublich viel Zuspruch in dem Sozialen Netzwerk. Mehr als 3.000 Mal wurde der Beitrag in weniger als 24 Stunden geteilt, Hunderte regen sich in den Kommentaren mit der Feuerwehr auf.

Die Polizei ermittelt derweil wegen Brandstiftung, die Feuerwehr und die Stadt hoffen darauf, dass nicht nur hier der Täter gefunden werden kann, sondern auch ermittelt wird, wer sich an den Hydranten vergriffen hat.

Titelfoto: dpa/Bodo Schackow

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