Mysteriöse Dünen auf Pluto: Kölner Wissenschaftler entdecken Geheimnis

Köln / Plymouth / Utah - Auf dem Zwergplaneten Pluto wurden von der NASA-Sonde New Horizons große Dünen entdeckt. Jetzt haben Wissenschaftler eine Erklärung für deren Entstehung.

Die NASA-Sonde New Horizons hatte Fotos von Pluto gemacht.
Die NASA-Sonde New Horizons hatte Fotos von Pluto gemacht.  © John Hopkins University Applied Physics Laboratory

In der aktuellen Ausgabe des Magazin "Science" haben internationale Wissenschaftler, darunter Forscher von der Universität zu Köln, diese Dünen genau beschrieben.

Ihre Ergebnisse zeigen, wie Dünen entstehen und warum sie sogar auf dem Pluto wandern.

Der Ansatz: "Wir wollten erklären, warum Dünen auf dem Pluto vorkommen", sagt Dr. Eric Parteli von der Universität zu Köln. Immerhin zeigen Bilder eine Dünenstrecke von etwa 75 Kilometer.

Die Annahme der Wissenschaftler: Sandkorngroße Methankörner lösen sich durch die "Sublimation" von Stickstoff aus dem Boden. Dabei geht der Stickstoff vom festen direkt in den gasförmigen Zustand über. Die Körner schieben wiederum andere Sandkörner an.

Dazu kommt: Auf Pluto ist die Atmosphäre eine Million Mal dünner und die Schwerkraft etwa zwanzig Mal geringer als auf der Erde. Deshalb können die Dünen leichter in Bewegung bleiben.

Ein Ergebnis der Untersuchungen: "Die Sandkörner unterscheiden sich in ihrer Größe nicht von denen auf der Erde", resümiert Parteli.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich die Dünen innerhalb der letzten 500.000 Jahre gebildet haben. Per Computersimulation soll diese Entwicklung genauer untersucht werden.

Titelfoto: John Hopkins University Applied Physics Laboratory


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