Dürre und Borkenkäfer-Plage! Milliardenschäden befürchtet

München/Berlin - Die deutschen Waldbesitzer fürchten wegen der Borkenkäfer-Plage und Dürre Milliardenkosten.

Larven vom Buchdrucker (Borkenkäfer) machen sich in einem Fichtenstamm breit.
Larven vom Buchdrucker (Borkenkäfer) machen sich in einem Fichtenstamm breit.  © Daniel Karmann/dpa

Der Dachverband der Waldeigentümer geht davon aus, dass 2018 und 2019 insgesamt 70 Millionen Festmeter sogenannten Schadholzes anfallen.

Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Käferholz und bei Stürmen umgeknickte Bäume. Ein Festmeter entspricht einem Kubikmeter.

Allein der Abtransport könnte nach Schätzung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) 2,1 Milliarden Euro kosten.

"Es handelt sich um eine Jahrhundertkatastrophe für die Wälder in Deutschland", sagt AGDW-Sprecherin Larissa Schulz-Trieglaff.

Die Arbeitsgemeinschaft ist der Dachverband der kommunalen und privaten Waldbesitzer in Deutschland.

Stürme und Borkenkäfer haben bundesweit mutmaßlich etwa 110 000 Hektar Wald zerstört. Die Waldeigentümer schätzen, dass bundesweit für die Wiederaufforstung etwa 300 Millionen Bäume nachgepflanzt werden müssten, die Kosten beliefen sich laut AGDW auf weitere 640 Millionen Euro.

Forstwissenschaftler und -fachleute sind bundesweit tief beunruhigt. "Wir haben bei fast allen Baumarten täglich Hiobsbotschaften über Vitalitätsminderung und Schäden", sagt Olaf Schmidt, Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) in Freising.

Völlig vertrocknet hängen einige Blätter an einem Baum.
Völlig vertrocknet hängen einige Blätter an einem Baum.  © Boris Roessler/dpa
Eine Absperrung begrenzt ein Wald-Areal, in dem zahlreiche abgestorbene oder kranke Bäume gefällt werden müssen.
Eine Absperrung begrenzt ein Wald-Areal, in dem zahlreiche abgestorbene oder kranke Bäume gefällt werden müssen.  © Boris Roessler/dpa

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