Dürre-Oktober 2018: Dieses Bundesland traf es am schlimmsten

Offenbach - In keinem Bundesland fiel in diesem Oktober so wenig Regen wie in Hessen.

Viele Landwirte hatten mit der Trockenheit im Sommer und Herbst 2018 zu kämpfen (Archivbild).
Viele Landwirte hatten mit der Trockenheit im Sommer und Herbst 2018 zu kämpfen (Archivbild).  © dpa/Julian Stratenschulte

"Mit einer Niederschlagsmenge von kaum 15 Litern pro Quadratmeter war es die niederschlagsärmste Region", berichtete der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Dienstag nach Auswertungen der hessischen Messstationen.

Das waren nur 25 Prozent des Solls von 59 Litern pro Quadratmeter.

150 Stunden lang schien in Hessen die Sonne – in durchschnittlichen Oktobermonaten sind es nur 100 Stunden. Die Durchschnittstemperatur lag bei 10,6 Grad, während das langjährige Mittel 8,9 Grad beträgt.

Auffällig waren die Temperaturunterschiede in der Nacht zum 16. Oktober im Vogelsberg: Während es auf dem Hoherodskopf auf 743 Metern 16 Grad warm war, zeigte das Thermometer im nur 30 Kilometer entfernten Fulda-Horas auf 242 Metern nur zwei Grad.

Dürre-Herbst folgt auf Dürre-Sommer

Das Foto zeigt den Edersee in Nordhessen im August 2018. Die Aseler Brücke im Hintergrund ist normalerweise unter Wasser.
Das Foto zeigt den Edersee in Nordhessen im August 2018. Die Aseler Brücke im Hintergrund ist normalerweise unter Wasser.  © dpa/Boris Roessler

Der unglaublich trockene Oktober war die Fortsetzung eines ebenso trockenen wie heißen Sommers.

Die außerordentliche Dürre ließ den Wasserstand landesweit so tief sinken wie seit 15 Jahren nicht mehr, sagte im August ein Sprecher des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (TAG24 berichtete).

Um die Folgen der Dürre nachhaltig auszugleichen, müsste es mindestens zwei Wochen lang regelmäßig regnen, sagte der Sprecher damals weiter.

Im Norden von Hessen sank der Wasserstand des Edersees im August auf ein Viertel.

Das Naturspektakel ließ mehrere versunkene Ruinen wieder auftauchen (TAG24 berichtete).

Titelfoto: dpa/Boris Roessler

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