Eurowings-Mitarbeiter warnen Air Berlin-Leute: Kommt ja nicht zu uns!

Die Arbeitsbedingungen bei Eurowings stehen regelmäßig in der Kritik.
Die Arbeitsbedingungen bei Eurowings stehen regelmäßig in der Kritik.  © Bernd Thissen/dpa

Düsseldorf - Mit einem offenen, aber anonymen Brief warnen Mitarbeiter von Eurowings vor ihrer eigenen Airline. Die Arbeitsbedingungen seien miserabel.

Das berichtet "Der Spiegel" und beruft sich dabei auf Informationen der "Bild"-Zeitung.

Hunderte Piloten und Flugbegleiter der insolventen Fluggesellschaft brauchen seit Mittwoch neue Jobs. Den arbeitsuchenden Kollegen von Air Berlin hatte die Lufthansa-Tochter Eurowings Stellen angeboten. Doch vor denen warnen die anonymen Verfasser.

Die schlechten Arbeitsbedingungen bei der Billig-Fluglinie würden sogar noch unter dem Niveau des Konkurrenten Ryanair liegen, der immer wieder in die Kritik gerät.

Angeprangert werden laut "Bild" die fehlende Altersvorsorge, die geringe Kündigungsfrist von 15 Tagen, "Urlaubsanspruch auf dem gesetzlichen Mindestniveau des Landes" sowie einem Rentenanspruch, der zum Teil "erst nach acht Jahren Einzahlung in das örtliche Sozialsystem" greift.

"Wir sagen es klar und deutlich: Dieses Schreiben enthält falsche Behauptungen und ist in hohem Maße geschäftsschädigend", sagte Robert Jahn, Geschäftsführer von Eurowings Europe, gegenüber "Bild".

Jahn geht sogar noch einen Schritt weiter und meint, dass die früheren Crews der Air Berlin für die Durchsetzung der Interessen von Eurowings-Mitarbeitern instrumentalisiert würden.

Eurowings Europe wird immer wieder unter anderem wegen fragwürdigen Arbeitsbedingungen, Dumpinglöhnen und Verträgen ohne Kündigungsschutz kritisiert. Lufthansa weist stets alle Vorwürfe zurück.

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa


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