Debatte um Landtagswahlen: Kann man in NRW schon bald mit 16 wählen?

Düsseldorf – Wählen ab 16 - das ist ein Dauerbrenner in der politischen Debatte. Seit der Klimawandel aber die Jugendlichen massenhaft auf die Straßen treibt, wird klar: Die junge Generation will über ihre Zukunft mitbestimmen dürfen.

Die Klimastreiks an Schulen zeigen ein wachsendes politisches Interesse.
Die Klimastreiks an Schulen zeigen ein wachsendes politisches Interesse.  © Roberto Pfeil/VM/dpa

Die Beteiligung Zehntausender Jugendlicher an der Klima-Bewegung Fridays for Future hat die Debatte um die Absenkung des Wahlalters neu befeuert.

Ein Gesetzesvorstoß der SPD-Fraktion für die Herabsetzung des Wahlalters bei Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen auf 16 Jahre stößt auf breite Zustimmung unter Schülern, Wissenschaftlern, Politologen und Jugendverbänden.

Das Deutsche Kinderhilfswerk spricht sich in einer Stellungnahme für eine Anhörung im Landtag am heutigen Donnerstag (10.30 Uhr) nachdrücklich für die Absenkung des Wahlalters aus.

Das Argument, das würde extremistische Parteien stärken und Populisten in die Hände spielen, werde auch von Wissenschaftlern entkräftet.

In NRW dürfen 16- und 17-Jährige zwar bei Kommunalwahlen an die Urnen gehen, nicht aber bei Landtagswahlen. In Bremen, Brandenburg, Hamburg und Schleswig-Holstein dürfen Jugendliche ab 16 Jahren wählen.

Das Kinderhilfswerk plädiert in einem zweiten Schritt auf die Absenkung des Wahlalters auf 14 Jahre. Das fordern auch die Landeschüler*innenvertretung NRW und der Landesjugendring.

Eine jugendliche Hand steckt einen Stimmzettel in eine Wahlurne.
Eine jugendliche Hand steckt einen Stimmzettel in eine Wahlurne.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

Titelfoto: Roberto Pfeil/VM/dpa/Peter Endig/dpa-Zentralbild/d


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