Den Tätern auf der Spur: So viele DNA-Treffer gab es 2018 in NRW

Düsseldorf – Bei der Untersuchung von DNA-Spuren haben Kriminaltechniker in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr 5590 Treffer erzielt. Das sind 14 Prozent mehr als 2017.

Eine Labormitarbeiterin nimmt im Amtssitz des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf eine DNA-Probe von einem Messer.
Eine Labormitarbeiterin nimmt im Amtssitz des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf eine DNA-Probe von einem Messer.  © DPA

Dies teilte das Landeskriminalamt NRW auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Der bisherige Rekord war 2016 mit 6548 Treffern erzielt worden.

Ein erfolgreicher DNA-Abgleich mit bereits bekannten Daten führt allerdings nicht zwangsläufig direkt zum Täter. In vielen Fällen können verschiedene Verbrechen zunächst "nur" einem unbekannten Täter zugeordnet, dadurch aber Tatserien erkannt werden.

Mit einem "Priorisierungskonzept" soll die Flut der eingesandten Spuren eingedämmt werden. Dies scheint auf den ersten Blick zu gelingen: Nach fast 26.000 Untersuchungsanträgen im Jahr 2017 waren es im vergangenen Jahr noch gut 23.000 - trotzdem stieg im gleichen Zeitraum die Trefferzahl.

Die sinkenden Eingangszahlen dürften aber teilweise auch auf sinkende Fallzahlen etwa bei der Einbruchskriminalität zurückzuführen sein, hieß es.

Aus NRW sind in der bundesweiten DNA-Datei knapp 270.000 Datensätze eingestellt. Darunter sind die "genetischen Fingerabdrücke" von mehr als 193.000 Menschen. Die DNA-Analyse-Datei gibt es seit 1998. Sie wird beim Bundeskriminalamt in Wiesbaden geführt.

In Einzelfällen werden zur Aufklärung von Verbrechen freiwillige Speichelproben entnommen (Symbolbild).
In Einzelfällen werden zur Aufklärung von Verbrechen freiwillige Speichelproben entnommen (Symbolbild).  © DPA

Titelfoto: DPA


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