Die NRW-Polizei filmt jetzt mit: Beamte erhalten Bodycams

Köln – Die nordrhein-westfälische Polizei führt flächendeckend Bodycams ein. Die kleinen Kameras sind im Brust- oder Schulterbereich an der Uniform befestigt.

Eine Polizistin der Streifenpolizei führt eine Bodycam vor.
Eine Polizistin der Streifenpolizei führt eine Bodycam vor.  © Oliver Berg/dpa

Für sieben Millionen Euro würden bis Ende 2020 etwa 9000 solcher Kameras angeschafft, kündigte Innenminister Herbert Reul (CDU) am Mittwoch in Köln an.

Auf Knopfdruck könnten Streifenpolizisten mit der Kamera brenzlige Situationen aufzeichnen. "Das schützt Polizistinnen und Polizisten, und daher sind das tolle Einrichtungen", sagte Reul.

Wenn die Kamera filmt, leuchtet ein rotes Licht auf, so dass potenzielle Täter wissen, dass alles, was geschieht, nun festgehalten wird. "Das hat eine deeskalierende Wirkung", sagte Reul.

Die Aufnahmen - mit Ton - werden den Angaben zufolge in den Polizeibehörden auf lokale Rechner übertragen und dabei von der Kamera gelöscht. Sie bleiben dann 14 Tage auf dem Sicherungsrechner und können als Beweismittel genutzt werden.

Gleichzeitig wird durch die Videos auch das Verhalten der Polizisten dokumentiert. Sie laufen nun mit einer Kamera herum, die - so Reul - "einem über die Schulter guckt, während man arbeitet". Daran müsse man sich erst einmal gewöhnen.

Die nordrhein-westfälische Polizei führt flächendeckend Bodycams ein, kleine Kameras, die im Brust- oder Schulterbereich an der Uniform befestigt sind.
Die nordrhein-westfälische Polizei führt flächendeckend Bodycams ein, kleine Kameras, die im Brust- oder Schulterbereich an der Uniform befestigt sind.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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