DNA-Analyse: Mehr als 5600 Treffer in NRW

Düsseldorf – Bei der Untersuchung von DNA-Spuren haben Kriminaltechniker in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr 5610 Treffer erzielt.

Eine Labormitarbeiterin nimmt im Amtssitz des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf eine DNA-Probe von einem Messer (Archivbild).
Eine Labormitarbeiterin nimmt im Amtssitz des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf eine DNA-Probe von einem Messer (Archivbild).  © Rolf Vennenbernd/dpa

Das ist ein ganz leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, als 5590 Treffer verzeichnet wurden. Das teilte das Landeskriminalamt NRW auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Der bisherige Rekord war 2016 mit rund 6550 Treffern erzielt worden.

Ein erfolgreicher DNA-Abgleich mit bereits bekannten Daten führt noch nicht zwangsläufig direkt zum Täter. In vielen Fällen können verschiedene Verbrechen zunächst einem unbekannten Täter zugeordnet, dadurch aber Tatserien erkannt werden.

Die Zahl der eingesandten Spuren stieg im Vergleichszeitraum: Nach gut 23.000 im Vorjahr waren es im vergangenen Jahr 25.750.

Aus NRW sind in der bundesweiten DNA-Datei inzwischen 276.000 Datensätze eingestellt. Im Jahr davor waren es noch unter 270.000.

Die DNA-Analyse-Datei gibt es seit 1998. Sie wird beim Bundeskriminalamt in Wiesbaden geführt.

DNA-Massentests

Bleiben schwere Verbrechen über eine längere Zeit unaufgeklärt, gibt es für die Ermittler die Möglichkeit eines DNA-Massentests. In diesem Fall werden alle potenziellen Täter aus einer bestimmten Region zur Abgabe einer Speichelprobe gebeten.

Derzeit hofft die Kriminalpolizei im Mordfall Claudia Ruf auf einen entscheidenden Hinweis. Das damals elfjährige Mädchen war 1996 entführt, sexuell missbraucht und umgebracht worden. Seit Ende 2019 läuft ein Massen-Gentest, bei dem insgesamt 1900 Männer überprüft werden sollen.

Die Polizei führt einen DNA-Speicheltest bei einem Mann (Polizist) im Mordfall Claudia Ruf durch (Archivbild).
Die Polizei führt einen DNA-Speicheltest bei einem Mann (Polizist) im Mordfall Claudia Ruf durch (Archivbild).  © Roland Weihrauch/dpa

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa


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