Arbeitsplätze in Gefahr? NRW-Stromriese Uniper vor feindlicher Übernahme

Düsseldorf – Beim Stromkonzern Uniper haben die Arbeitnehmervertreter vor einer feindlichen Übernahme durch den finnischen Mehrheitsaktionär Fortum gewarnt.

Das Steinkohle-Kraftwerk in Datteln wird von Uniper betrieben.
Das Steinkohle-Kraftwerk in Datteln wird von Uniper betrieben.  © dpa/Bernd Thissen

"Wir fordern den Uniper-Vorstand auf, einem erneuten feindlichen Übernahmeangebot eine klare Absage zu erteilen und keine Verhandlungen diesbezüglich zu führen", sagte der Vorsitzende des Uniper-Europabetriebsrats, Martin Krimphove, am Donnerstag.

Die Uniper-Beschäftigten würden sich einem solchen Vorgehen von Fortum "vehement widersetzen".

Arbeitnehmervertreter und Gewerkschaften hielten aber an ihrem Angebot einer kooperativen Zusammenarbeit fest, wenn Fortum von einem feindlichen Übernahmeangebot Abstand nehme und zusichere, Uniper nicht zu zerschlagen, betonte der Betriebsratsvorsitzende.

Uniper ist einer der großen europäischen Stromerzeuger. In Deutschland betreibt er zahlreiche Kohle-, Gas- und Wasserkraftwerke. Der frühere Mutterkonzern Eon hatte seine Restbeteiligung an Uniper von rund 47 Prozent im vergangenen Jahr gegen den Widerstand des Uniper-Managements an Fortum verkauft.

Die Uniper-Betriebsräte werfen Fortum-Chef Pekka Lundmark vor, die Mitarbeiter und das Management über seine Pläne im Unklaren zu lassen.

Lundmark hat sich in der vergangenen Woche mit den Uniper-Aufsichtsräten getroffen, wie ein Uniper-Sprecher bestätigte. Zu Inhalten des Gesprächs machte er keine Angaben.

Uniper steht kurz vor einer feindlichen Übernahme durch den finnischen Konzern Fortum.
Uniper steht kurz vor einer feindlichen Übernahme durch den finnischen Konzern Fortum.  © dpa/Marius Becker

Titelfoto: dpa/Bernd Thissen, dpa/Marius Becker

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