Feuer-Drama in Düsseldorfer Klinik: ein Toter und 19 Verletzte!

Düsseldorf – Bei einem Brand in einem Düsseldorfer Krankenhaus am Montagabend ist ein Mensch (77) ums Leben gekommen, 19 Personen sind verletzt worden.

Das Feuer im Marien Hospital in Düsseldorf löste einen Großeinsatz aus.
Das Feuer im Marien Hospital in Düsseldorf löste einen Großeinsatz aus.  © Patrick Schüller

Sieben von ihnen seien lebensgefährlich, vier schwer verletzt worden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am frühen Dienstagmorgen.

Zur Ursache des Feuers konnte der Sprecher ebenso wenig etwas sagen wie dazu, ob es sich bei dem Toten (77) um einen Patienten handelte.

Der Brand war in einem Patientenzimmer im zweiten Stock ausgebrochen, in dem dann auch der Tote entdeckt wurde.

Der Rauch verbreitete sich über fünf Etagen des Krankenhauses. Die Kameraden retteten über das Treppenhaus und mithilfe dreier Drehleitern 15 Menschen aus dem Gebäude.

Einige Schwerverletzte wurden auf dem Parkplatz der Klinik behandelt. 19 Menschen wurden in andere Krankenhäuser gebracht, ein Patient mit einem Hubschrauber in eine Klinik nach Aachen geflogen. Die restlichen Patienten kamen in anderen Gebäuden des Krankenhauses unter.

Brandursache noch unklar

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr brauchten eine Stunde, um den Brand zu löschen, weil Sauerstoff aus einer in dem Zimmer verlaufenden Sauerstoffleitung das Feuer zusätzlich verstärkte.

Etwa 180 Einsatzkräfte waren vier Stunden lang im Einsatz. Nach Beendigung der Löscharbeiten hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Update, 9:06 Uhr: Vier Menschen noch in Lebensgefahr

Die Verletzten wurden auf dem Parkplatz behandelt, bevor sie in andere Krankenhäuser gebracht werden konnten.
Die Verletzten wurden auf dem Parkplatz behandelt, bevor sie in andere Krankenhäuser gebracht werden konnten.  © Patrick Schüller

Nach dem Feuer in einem Düsseldorfer Krankenhaus schweben vier Menschen noch immer in Lebensgefahr. Einer von ihnen habe in dem Zimmer gelegen, in dem der Brand ausbrach, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Dienstag.

Der bei dem Feuer ums Leben gekommene 77-Jährige habe hingegen in einem Nachbarzimmer gelegen und nicht wie in der Nacht zunächst berichtet in dem Zimmer, in dem der Brand am Montagabend ausbrach.

Als abschließende Zahl der Verletzten nannte der Sprecher 19, von denen sieben schwer und davon wiederum vier lebensbedrohlich verletzt wurden.

In der Nacht sei aufgrund der unübersichtlichen Lage vor dem Marien Hospital noch unklar gewesen, wie viele Menschen tatsächlich durch den Brand verletzt wurden und wer aufgrund einer anderen Erkrankung im Krankenhaus war. Deshalb sei die Feuerwehr zunächst von 72 Verletzten ausgegangen.

Die Brandursache war am Dienstagmorgen weiter unklar.

Update, 10.50 Uhr: Kritik an gefährlichen Bränden in Krankenhäusern

Die Rettungskräfte versorgten laut Feuerwehr-Mitteilung zudem "insgesamt 100 betroffene, unverletzte Menschen vor und im Krankenhaus" Die Menschen seien sowohl durch das Treppenhaus als auch von außen über drei Drehleitern aus dem Gebäude geholt worden, teilte die Feuerwehr mit.

Der Brand war nach rund einer Stunde gelöscht und der Einsatz mit rund 180 Kräften nach vier Stunden beendet. Auch mehrere Notfallseelsorger waren im Einsatz.

Erst Mitte August war bei einem Brand in einem Krankenhaus in Mönchengladbach ein Patient ums Leben gekommen. Ende Juli war in einer Lungenklinik in Köln-Mehrheim ein Brand ausgebrochen, bei dem ein Patient starb.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz erneuerte daher am Dienstag ihre Kritik: Der Brandschutz in deutschen Kliniken und Pflegeheimen sei nicht ausreichend, notwendig seien mehr Vorsorgemaßnahmen wie Sprinkler-Anlagen. "Jede Woche brennt es in deutschen Krankenhäusern", sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch.

"Allein die Zahl der Toten beläuft sich für das Jahr 2019 nun bereits auf sieben Personen. (...) Aber weder die Bundesländer noch die Einrichtungen ziehen daraus Konsequenzen."

Mit drei Drehleitern retteten die Einsatzkräfte mehrere Menschen aus dem Gebäude.
Mit drei Drehleitern retteten die Einsatzkräfte mehrere Menschen aus dem Gebäude.  © Patrick Schüller

Titelfoto: Patrick Schüller


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