Nach Unfall mit 3 Toten auf A3: Fernfahrer legt Geständnis ab

Ratingen/Düsseldorf - Nach einem verheerenden Auffahrunfall mit drei Toten auf der Autobahn 3 bei Ratingen hat ein Fernfahrer vor Gericht in Düsseldorf am Dienstag ein Geständnis abgelegt.

Der tödliche Unfall ereignete sich im November 2017 auf der A3 bei Ratingen.
Der tödliche Unfall ereignete sich im November 2017 auf der A3 bei Ratingen.  © Christoph Reichwein/dpa

Er sei aufgefahren, könne sich an den Aufprall allerdings nicht erinnern. Er vermute, dass er bei dem Unfall im November 2017 in einen Sekundenschlaf gefallen sei, sagte der 43-jährige damalige Fernfahrer.

Bei dem Unfall war der 26 Jahre alte Badminton-Bundesligaspieler Erik Meijs ums Leben gekommen.

Er habe alle Lenk- und Ruhezeiten vor dem Unfall eingehalten und erst kurz vorher eine Pause eingelegt gehabt, sagte der Angeklagte.

Er steht wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht. Nach dem schweren Unfall sei er in seinen alten Beruf als Klempner zurückgekehrt, sagte er.

Bei den Eltern des Badminton-Spielers habe sich sein Mandant entschuldigt und gesagt, wie unendlich leid es ihm tue, erklärte sein Anwalt.

Der Ungar war mit seinem Sattelzug am 16. November 2017 auf ein Stauende aufgefahren. Durch die Wucht des Aufpralls kam es zu einer Massenkarambolage nahe des Autobahnkreuzes Breitscheid mit zwei Lastwagen und fünf Autos.

Den Ermittlungen zufolge war der Unglücksfahrer beim Aufprall mit mindestens 94 statt der erlaubten 80 Stundenkilometer zu schnell. Alkohol oder Drogen spielten keine Rolle.

Die Polizei musste den Unfall damals großräumig absperren.
Die Polizei musste den Unfall damals großräumig absperren.  © 123RF

Titelfoto: Christoph Reichwein/dpa

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