Rauchsäule über der Stadt: Großbrand in Flüchtlingsheim

Über Düsseldorf breitete sich nach dem Brand eine dunkle Rauchwolke aus.
Über Düsseldorf breitete sich nach dem Brand eine dunkle Rauchwolke aus.

Düsseldorf - Eine große Flüchtlingsunterkunft hat in Düsseldorf komplett in Flammen gestanden.

Alle rund 130 Männer, die beim Ausbruch des Feuers in der Halle in der Nähe des Messegeländes waren, seien nach derzeitigen Stand gerettet worden, teilte die Stadt am Dienstag mit. 21 Flüchtlinge zogen sich demnach eine Rauchgasvergiftung zu.

In der Halle waren ausschließlich allein reisende Männer untergebracht, vor allem Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Afghanistan. Die Brandursache blieb zunächst unklar.

Als die Löschzüge eintrafen, habe die rund 5000 Quadratmeter große ehemalige Messehalle komplett in Flammen gestanden, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Eine dunkle Rauchsäule war von weitem zu sehen. In der Nähe der Flüchtlingsunterkunft ist auch der Düsseldorfer Flughafen, Fotos zeigen startende Maschinen hinter dichtem Rauch.

Alle Flüchtlinge konnten sich nach jetzigem Stand rechtzeitig in Sicherheit bringen können.
Alle Flüchtlinge konnten sich nach jetzigem Stand rechtzeitig in Sicherheit bringen können.

Der Flugbetrieb sei aber nicht betroffen, sagte ein Sprecher. Die Feuerwehr rief wegen der starken Rauchentwicklung dazu auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Einige der Männer in der Unterkunft seien von dem Feuer im Schlaf überrascht worden, berichteten Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes. Sie seien aber von Helfern rechtzeitig wachgerüttelt worden. Viele der betroffenen Flüchtlinge beobachteten die Löscharbeiten von einem Platz in der Nähe der Halle.

In der Unterkunft waren nach Angaben der Stadt 282 Männer untergebracht, von denen beim Ausbruch des Brandes etwa 130 anwesend waren. Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) bot an, die Bewohner in einer Landeseinrichtung unterzubringen. Bis zum Abend sollte für alle Flüchtlinge eine neue Bleibe gefunden sein.

Die Messe Düsseldorf, wo derzeit die weltgrößte Ausstellung für Printmedien (drupa) mit Tausenden Besuchern läuft, war von dem Brand nicht betroffen. Das Programm laufe weiter, hieß es in der Pressestelle.

Die Feuerwehr versucht den Brand zu löschen.
Die Feuerwehr versucht den Brand zu löschen.

Foto: dpa


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