Christoph Metzelder: Ermittlungen wegen Kinderporno-Verdachts bestätigt

Düsseldorf/Hamburg - Gegen den ehemaligen deutschen Fußball-Nationalspieler Christoph Metzelder (38) wird wegen des Verdachts der Verbreitung von Kinderpornografie ermittelt.

Christoph Metzelder (38) hat sich bislang noch nicht zu den Vorwürfen geäussert.
Christoph Metzelder (38) hat sich bislang noch nicht zu den Vorwürfen geäussert.  © Andreas Gebert/dpa

Das hat eine Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch auf Anfrage bestätigt.

Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor berichtet. Ermittler hätten am Dienstag in Düsseldorf Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts Hamburg vollstreckt.

Die Beweismittel müssten nun ausgewertet werden. Eine Frau in Hamburg habe Anzeige erstattet.

Sie habe angegeben, über WhatsApp entsprechendes Material von dem Ex-Fußballer erhalten zu haben.

Der Beschuldigte war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Ob und wie er sich zu den Vorwürfen geäußert hat, sagte die Staatsanwältin nicht. Er sei nicht festgenommen worden.

Christoph Metzelder engagiert sich seit Jahren mit seiner "Christoph Metzelder Stiftung" für die Förderung von Jugendlichen im Bereich Bildung.

Update, 11.50: ARD lässt Zusammenarbeit vorübergehend ruhen

Metzelder ist auch als Experte der ARD im Einsatz, zuletzt bei der Auslosung zur zweiten Runde des DFB-Pokals in der Sportschau

ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky teilte laut dem Sender mit: "Bis zur Klärung der Vorwürfe werden wir die Zusammenarbeit mit Christoph Metzelder ruhen lassen."

Update, 13.43 Uhr: SC Preußen Münster betont Prinzip der Unschuldsvermutung

Der SC Preußen Münster hat sich zu dem Fall zu Wort gemeldet, da Metzelder laut Verein Mitglied und außerdem Mitglied des Aufsichtsrates des SC Preußen 06 e.V. Münster ist. Zusätzlich sitzt er im Beirat und im Hauptausschuss der SC Preußen 06 GmbH.

Über den Aufsichtsratsvorsitzenden des SC Preußen 06 e.V. Münster, Frank Westermann, sowie den Vereinspräsidenten Christoph Strässer, teilt der Verein mit: "Für uns gilt die Unschuldsvermutung als eines der zentralen rechtsstaatlichen Grundprinzipien. Wir haben großes Vertrauen in die Mechanismen dieses Rechtsstaates und in die zuständigen Behörden."

Weitere Stellungnahmen werde der Verein deshalb nicht weiter geben.

Update, 18.23 Uhr: Erster Hinweis nicht von Frau

Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat den Ablauf im Fall der Ermittlungen gegen Christoph Metzelder präzisiert. Der erste Hinweis an die Polizei, wonach eine Frau kinderpornografische Dateien von Metzelder erhalten habe, sei von einem Dritten gekommen, sagte Behördensprecherin Liddy Oechtering am Mittwoch.

Die Polizei habe die Frau daraufhin kontaktiert und als Zeugin befragt.

Christoph Metzelder bei einer Diskussionrunde. (Archivaufnahme)
Christoph Metzelder bei einer Diskussionrunde. (Archivaufnahme)  © Oliver Killig/ZB/dpa

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