Nach Kobra-Drama: Regierung legt Gifttier-Gesetz vor

Düsseldorf – Nach dem Giftschlangen-Drama von Herne will die Landesregierung die private Haltung von besonders giftigen Tieren weitgehend verbieten.

Zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger will die Landesregierung die Haltung von besonders giftigen Tieren verbieten. (Symbolbild)
Zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger will die Landesregierung die Haltung von besonders giftigen Tieren verbieten. (Symbolbild)  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn

Das Kabinett verabschiedete am Dienstag den Entwurf für ein entsprechendes Gifttier-Gesetz. "Besonders giftige Tiere gehören grundsätzlich nicht in private Hände", erklärte Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU).

"Immer wieder entwischen Tiere und werden damit zu einer Gefahr für Menschen." In der Folge müssten die Behörden aufwendige Maßnahmen zur Gefahrenabwehr und Suche nach den giftigen Tieren ergreifen - oft auf Kosten der Allgemeinheit.

Im August hatte eine entwischte Monokel-Kobra in Herne Anwohner tagelang in Atem gehalten.

Privatpersonen machen sich laut Gesetzentwurf strafbar, wenn sie sich künftig trotz des Verbotes Gifttiere wie bestimmte Arten von Giftschlangen, Skorpionen und Spinnen anschaffen.

Eine giftige Kobra war in Herne entwischt.
Eine giftige Kobra war in Herne entwischt.  © Marcel Kusch/dpa

Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn


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