Holocaust-Überlebende spricht mit NRW-Schülern

Düsseldorf – Dieses Treffen dürften sie so schnell nicht vergessen: Im nordrhein-westfälischen Landtag hat am Montag die Holocaust-Überlebende Inge Auerbacher mit mehr als hundert Schülern gesprochen.

Die Holocaust-Überlebende Inge Auerbacher (84) zeigt einer Jugendlichen wo sie den Judenstern tragen mußte.
Die Holocaust-Überlebende Inge Auerbacher (84) zeigt einer Jugendlichen wo sie den Judenstern tragen mußte.  © Federico Gambarini/dpa

Die in New York lebende jüdische 84-Jährige berichtete in dem Zeitzeugen-Gespräch von ihrem Schicksal im Nationalsozialismus.

Die 1934 in Süddeutschland Geborene war als Kind in das NS-Konzentrationslager Theresienstadt gebracht worden. 20 ihrer Verwandten starben. 1946 emigrierte sie mit ihren Eltern in die Vereinigten Staaten.

In einem immer noch schwäbisch gefärbten Deutsch berichtete die temperamentvolle Amerikanerin von ihren Kindheitserlebnissen. "Man hat die Wahl, ein guter Mensch zu sein", sagte Auerbacher immer wieder den Schülern aus Bottrop, Ratingen und Düsseldorf.

Die 84-jährige Chemikerin mahnte die jungen Leute, nicht denen hinterherzulaufen, die andere herabsetzen und nicht respektieren. An dem Gespräch war auch die Antisemitismusbeauftragte des Landes, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, beteiligt.

Auerbacher spricht während eines Zeitzeugen-Gesprächs mit etwa 100 Jugendlichen im Landtag.
Auerbacher spricht während eines Zeitzeugen-Gesprächs mit etwa 100 Jugendlichen im Landtag.  © Federico Gambarini/dpa
Inge Auerbacher aus New York berichtete gestikulierend über ihre Holocaust-Erfahrungen.
Inge Auerbacher aus New York berichtete gestikulierend über ihre Holocaust-Erfahrungen.  © Federico Gambarini/dpa

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa


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