Kaninchen als Haustier: Auch sie brauchen artgerechte Haltung

Düsseldorf – Viele Menschen schätzen Kaninchen - manche zum Streicheln, andere zum Essen. Wie geht es den niedlichen Langohren eigentlich, wenn sie als Nutztiere gehalten werden? Das haben die Grünen jetzt die Umweltministerin gefragt.

Niedlich sind die, aber es gibt offenbar keine Haltungsvorschriften für ihre Haltung.
Niedlich sind die, aber es gibt offenbar keine Haltungsvorschriften für ihre Haltung.  © DPA

Kurz vor Ostern und die Landesregierung weiß kaum etwas über Kaninchen in Nordrhein-Westfalen.

So sieht es jedenfalls der Agrar- und Tierschutzexperte der Grünen-Landtagsfraktion, Norwich Rüße.

Der Öko-Landwirt hatte eine Anfrage zur Haltung der possierlichen Langohren aus der Familie der Hasen gestellt.

Die am Donnerstag veröffentlichte Antwort von NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) offenbart aus Rüßes Sicht aber nur Ahnungslosigkeit und Handlungsdefizite - frei nach dem Motto: "Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts."

"Einige Tausend Kaninchen" würden in NRW als Nutztiere gehalten, antwortete die Ministerin. Mit genauen Zahlen sei es aber schwierig, weil gewerbsmäßige Kaninchenhaltung nach dem Veterinärrecht gar nicht meldepflichtig sei. Zudem führe der fließende Übergang zwischen der Haltung von Mastkaninchen zu Erwerbszwecken und hobbymäßiger Liebhaberei zu einer "gewissen Unschärfe".

Ein Unding für die Grünen. "Auch Kaninchen sollten artgerecht gehalten werden", sagte Rüße der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Mindestens die permanente Stallhaltung müsse aus Tierschutzgründen hinterfragt werden. "Absolut unverständlich, dass bis heute keinerlei Haltungsvorschriften für Kaninchen existieren", kritisierte der Grüne. Dafür müsse sich die Landesregierung auf Bundesebene einsetzen.

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