Bordell brutal: Wurden Freier betäubt und ausgeraubt?

Düsseldorf – Vor dem Düsseldorfer Landgericht beginnt am Montag (29.4.) ein Prozess gegen vier Prostituierte und einen Bordellmitarbeiter. Sie sollen Freier betäubt und ausgeplündert haben.

Vier Prostituierte sollen mehrere Freier betäubt und dann ausgeraubt haben (Symbolbild).
Vier Prostituierte sollen mehrere Freier betäubt und dann ausgeraubt haben (Symbolbild).  © 123RF

Den Frauen im Alter zwischen 35 und 52 Jahren sowie dem 55-Jährigen werden schwere räuberische Erpressung vorgeworfen.

Sie sollen Besucher eines Bordells in der Nähe des Hauptbahnhofs mit Alkohol und Drogen betäubt und dann ausgenommen haben. Den Gästen wurden laut Anklage bis zu 9000 Euro abgebucht.

Mehrfach gingen die Freier, auch weil sie sich über ihre auffällig schlechte körperliche Verfassung wunderten, schon einen Tag nach dem Bordellbesuch zur Polizei und erstatteten Anzeige. Teils wurde Kokain in ihrem Blut nachgewiesen.

Die rund 70 Seiten dicke Anklageschrift listet Vorwürfe aus einem Zeitraum von eineinhalb Jahren und einen Gesamtschaden von rund 120.000 Euro auf.

Der angeklagte 55-Jährige arbeitete in dem Bordell als Wirtschafter. Er war für die Sicherheit der Frauen zuständig, hatte das Terminal für Kartenzahlungen, nahm die Miete der Frauen ein und zahlte Bargeld aus, wenn Kunden mit der Karte gezahlt hatten.

Bislang hat das Gericht zwei Verhandlungstage angesetzt. Zu den Vorwürfen sollen die Angeklagten bislang noch nichts gesagt haben.

Im Blut einiger Freier konnte Kokain nachgewiesen werden (Symbolbild).
Im Blut einiger Freier konnte Kokain nachgewiesen werden (Symbolbild).  © 123RF
Der Prozess findet vor dem Landgericht Düsseldorf statt.
Der Prozess findet vor dem Landgericht Düsseldorf statt.  © DPA

Titelfoto: 123RF

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