Chaos vor Wahllokal in Düsseldorf: Hunderte Rumänen konnten nicht wählen

Düsseldorf – Auch die Rumänen aus Nordrhein-Westfalen konnten am Sonntag bei der Europawahl ihre Stimme für ihr Land abgeben.

Es bildete sich eine lange Warteschlangen vor dem Düsseldorfer Wahllokal am Tag der Europawahl.
Es bildete sich eine lange Warteschlangen vor dem Düsseldorfer Wahllokal am Tag der Europawahl.  © Patrick Schüller

In Düsseldorf mussten sie aber stundenlang warten. Zum Schluss konnten noch nicht einmal alle wählen.

Am Abend war die Warteschlange vor dem rumänischen Wahllokal auf der Straße "Am Schönenkamp" einfach zu lang.

Selbst kurz vor der planmäßigen Schließung des Wahllokals um 21 Uhr warteten noch hunderte Menschen darauf, ihre Stimme abgegeben zu können.

Dadurch konnten die Menschenmenge ihre Stimme nicht mehr abgeben was viele verärgerte. Die Polizei musste bei Rangeleien eingreifen, um eine Eskalation zu verhindern.

Die Auslandsrumänen mussten am Wahlsonntag nicht nur für die Europawahl, sondern auch für ein entscheidendes Referendum in Rumänien wählen.

Update, 17.23 Uhr: Polizei zieht Fazit

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, um die Sicherheit zu gewährleisten.
Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Der Ansturm rumänischer Staatsbürger auf kleine Wahllokale ihres Landes in Nordrhein-Westfalen hat die Polizei am Tag der Europawahl teilweise bis in den späten Sonntagabend beschäftigt.

In Bochum waren die Einsatzkräfte laut einem Sprecher bis 22 Uhr vor Ort an der Herner Straße.

In Düsseldorf rückte die Polizei gegen 19 Uhr zum dortigen Wahllokal aus, weil sich die Stimmung unter Hunderten Rumänen wegen der langen Wartezeit aufgeheizt hatte. Die Polizei zog schließlich laut einem Sprecher mehrere Dutzend Beamte zusammen, um einer Eskalation vorzubeugen.

Auch in Köln war die Polizei am Abend vor Ort. Hintergrund war ein Referendum, das parallel zur Europawahl abgehalten wurde.

Die Rumänen stimmten bei dem Referendum mit überwältigender Mehrheit dafür, dass korrupte Amtspersonen konsequent bestraft werden. Außerdem soll die Regierung nicht mehr nach Gutdünken Justizgesetze zugunsten von Korruptionsverdächtigen ändern.

Rund 89 Prozent der Wähler sprachen sich für die Anträge aus, wie das zentrale Wahlbüro in Bukarest am Montag mitteilte. Allerdings ist das Referendum nicht rechtsverbindlich.

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