Messer in den Kopf gerammt: Einweisung in Psychiatrie angeordnet

Düsseldorf - Weil er einem Sicherheitsmitarbeiter am Düsseldorfer Flughafen ein Messer in den Kopf gerammt hat (TAG24 berichtete), muss ein 24-Jähriger unbefristet in eine geschlossene Psychiatrie.

Polizistinnen am Düsseldorfer Flughafen, wo der Täter auf einen Sicherheits-Mitarbeiter einstach.
Polizistinnen am Düsseldorfer Flughafen, wo der Täter auf einen Sicherheits-Mitarbeiter einstach.  © DPA

Das Landgericht habe die Unterbringung des Mannes angeordnet, sagte eine Gerichtssprecherin am Mittwoch (12. Dezember).

Während der Tat sei der 24-Jährige wegen einer schweren psychischen Erkrankung schuldunfähig gewesen.

Der des versuchten Mordes beschuldigte Deutsch-Tunesier hatte die Tat vor Gericht gestanden und sich bei seinem Opfer entschuldigt.

"Erst seit ich Medikamente nehme, bin ich wieder ein Mensch", hatte er gesagt.

Das 51 Jahre alte Opfer hatte berichtet, er habe Anfang Juli nachts hinter sich Schritte gehört, als er im Ankunftsbereich des Airports unterwegs gewesen sei.

Dann habe auch schon jemand auf ihn eingestochen. "Ich stand unter Schock. Es war alles voller Blut. Ich leide heute noch psychisch unter den Ereignissen."

Messer drang zwölf Zentimeter tief unter die Kopfhaut ein

Die Messerklinge zwar zwölf Zentimeter tief unter die Kopfhaut eingedrungen, bevor der Griff abbrach, hatte aber den Schädelknochen nicht durchbohrt.

Das Gericht war in dem Fall deutlich schneller als ursprünglich geplant zu der Entscheidung gelangt.

Titelfoto: DPA


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