Verbände laufen Sturm gegen Wohnungen als Touristenunterkunft

Düsseldorf – Die Zweckentfremdung von Wohnraum für lukrative Kurzzeitvermietungen an Touristen muss aus Sicht des Mieterbunds und des Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA) gebremst werden.

Zweckentfremdete Wohnungen gelten an Zeiten der Wohnungsnot als Übel. (Symbolbild)
Zweckentfremdete Wohnungen gelten an Zeiten der Wohnungsnot als Übel. (Symbolbild)  © dpa/Jens Kalaene

In einem Brief an Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidenten Armin Laschet (58) fordern sie eine Verschärfung des Wohnungsaufsichtsgesetzes.

Online-Wohnungsvermittler wie Airbnb machten den örtlichen Hotels zunehmend Konkurrenz, kritisierte DEHOGA-Funktionär Giuseppe Saitta am Montag in Düsseldorf.

Problematisch sei dabei der ungleiche Wettbewerb, denn private Vermieter unterlägen weder Hygiene- und Sicherheitsstandards noch wirksamen Abgabenkontrollen - etwa zur Bettensteuer.

Allein in Köln und Düsseldorf würden dem regulären Wohnungsmarkt zudem Tausende Wohnungen für private Kurzzeitvermietungen entzogen, kritisierte der Landesvorsitzende des Deutschen Mieterbunds, Hans-Jochem Witzke.

Beide Verbände fordern gesetzliche Melde-, Registrierungs- und Auskunftspflichten für Vermieter, Mieter und Vermittlungsportale.

Verstöße sollten demnach mit bis zu 500 000 Euro geahndet werden, um Wildwuchs auf dem Wohnungsmarkt einzudämmen.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet wurde von den Verbänden aufgefordert die Zweckentfremdungen zu bremsen.
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet wurde von den Verbänden aufgefordert die Zweckentfremdungen zu bremsen.  © dpa/Federico Gambarini

Titelfoto: Montage: dpa/Jean Kalaene, Federico Gambarini

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