Nach Anti-Terror-Einsatz: Ermittlungen gegen 13 Beschuldigte

Düsseldorf - Nach dem Anti-Terror-Einsatz in Nordrhein-Westfalen gegen eine mutmaßliche Zelle der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ermitteln die Behörden gegen 13 Beschuldigte.

Ein Polizeiauto bei der Razzia.
Ein Polizeiauto bei der Razzia.  © Martin Gerten/dpa

Geprüft würden die Straftat-Bestände der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und der Verabredung zum Verbrechen, sagte Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag im Innenausschuss des Landtags in Düsseldorf.

Weitere Details nannte er mit Blick auf die teilweise noch verdeckt geführten Ermittlungen nicht.

Bei dem Anti-Terror-Einsatz waren am Wochenende in zehn Orten in NRW sowie in Ulm in Baden-Württemberg Objekte auf Waffen und Sprengstoff durchsucht worden. Elf Männer wurden festgenommen, sind inzwischen aber wieder auf freiem Fuß (TAG24 berichtete).

Waffen und Sprengstoff wurden nicht gefunden. Reul wies daraufhin, dass die Schwelle für ein Einschreiten der Polizei zur Gefahrenabwehr bei einer möglichen terroristischen Gefährdung niedriger sei als in anderen Fällen.

Irrfahrt in Essener Fußgängerzone war der Auslöser

Auslöser für den länderübergreifenden Anti-Terror-Einsatz war die Irrfahrt eines 19-jährigen Tadschiken mit hoher Geschwindigkeit durch die Essener Fußgängerzone am Freitag (TAG24 berichtete).

Die Ermittler konnten zunächst nicht ausschließen, dass der Mann zu einer schon länger beobachteten Gruppe mutmaßlicher IS-Anhänger mit tadschikischen Mitgliedern gehörte.

Befürchtet wurde, dass die Tat der Auftakt für mehrere Anschläge sein könnte. Es stellte sich jedoch heraus, dass es keinen Zusammenhang zwischen dem 19-Jährigen und der beobachteten Gruppe gab.

Zwei Polizisten führen den 19-Jährigen nach seiner Irrfahrt ab.
Zwei Polizisten führen den 19-Jährigen nach seiner Irrfahrt ab.  © DPA

Titelfoto: Martin Gerten/dpa

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