Nach Großrazzia im Ruhrgebiet: 500 Anzeigen und 25 Betriebe geschlossen!

Düsseldorf – Bei der großangelegten Razzia gegen Clankriminalität im Ruhrgebiet haben die Einsatzkräfte Betäubungsmittel, unverzollten Tabak und Geld sichergestellt.

Herbert Reul (CDU, r), NRW-Innenminister, verfolgt, wie nach einer Razzia Beweismittel aus einer Shisha-Bar getragen werden.
Herbert Reul (CDU, r), NRW-Innenminister, verfolgt, wie nach einer Razzia Beweismittel aus einer Shisha-Bar getragen werden.  © DPA

Etwa 1.300 Polizisten hatten am Samstagabend zeitgleich unter anderem in Dortmund, Essen, Duisburg, Recklinghausen, Bochum und Gelsenkirchen zugeschlagen.

Sie kontrollierten über 100 Shisha-Bars, Wettbüros, Cafés und Teestuben. Der Einsatz dauerte bis in die Morgenstunden. (TAG24 berichtete)

Tabak und Betäubungsmittel seien beschlagnahmt worden, erklärte die Dortmunder Polizei am Sonntag auf Twitter.

Wie das NRW-Innenministerium am Sonntag mitteilt, wurden bei der Razzia insgesamt 14 Menschen festgenommen und mehr als 100 Strafanzeigen erstattet.

Außerdem wurden über 500 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten geschrieben und rund 430 Verwarngelder verhängt.

25 Betriebe mussten von den Behörden wegen Baurechts- oder Hygienemängeln sofort geschlossen werden.

Ein Polizist sichert während einer Razzia eine Shisha-Bar.
Ein Polizist sichert während einer Razzia eine Shisha-Bar.  © DPA

In Essen wurde ein Mann nach Angaben der dortigen Sicherheitsbehörden mit 9.000 Euro festgenommen. Die Beamten stellten das Bargeld sicher, sagte ein Polizeisprecher am Morgen.

"Der Einsatz zeigt, dass manche Clanmitglieder sich offenbar systematisch über Recht und Gesetz hinwegsetzen. Für diese kriminellen Teile der Großfamilien haben wir eine klare Botschaft: Bei uns in Nordrhein-Westfalen gilt nicht das Gesetz der Familie, sondern das Gesetz des Staates", kommentierte Innenminister Herbert Reul den Einsatz.

Er hatte sich in der Nacht in Bochum, Duisburg und Essen selbst ein Bild von den Kontrollmaßnahmen gemacht.

Laut NRW-Innenministerium handelte es sich um die größte Razzia gegen Clankriminalität in der Geschichte des Bundeslandes.

Titelfoto: DPA

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