So will NRW das Leben der Nutztiere besser machen

Düsseldorf – Tiertransporte sollen begrenzt und Schlachthöfe videoüberwacht werden. Eine Datenbank bündelt Informationen zur Gesundheit von Nutztieren. Agrarministerin Ursula Heinen-Esser (53) stellt eine Nutztier-Strategie vor, zunächst für die Schweinehaltung.

Die ersten Stufen des Programms gelten für die Schweinehaltung.
Die ersten Stufen des Programms gelten für die Schweinehaltung.

Eine neue Nutztierhaltestrategie für Nordrhein-Westfalen soll den Tierschutz vom Stall bis zum Schlachthof verbessern und zugleich die Zukunft der Bauern sichern.

"Wir wollen den Landwirten neue Perspektiven geben und sie auch motivieren, weiterzumachen", sagte Agrarministerin Ursula Heinen-Esser (53) am Dienstag in Düsseldorf.

Viele Landwirte seien bereit, ihre Ställe umzustellen und mehr Auslauf zu schaffen, stießen aber etwa bei den strengen Emissionsvorgaben an ihre Grenzen.

Starten soll die neue Strategie zunächst mit der Schweinehaltung, weil dort der wirtschaftliche Druck am höchsten sei, sagte Heinen-Esser.

Das Programm sieht unter anderem den Bau oder Umbau von Ställen nach Tierwohl- und Umweltschutzaspekten vor.

Videoüberwachung und Tierdatenbank

NRW-Agrarministerin Ursula Heinen-Esser.
NRW-Agrarministerin Ursula Heinen-Esser.  © DPA/Johannes Neudecker

Eine zentrale Tierdatenbank soll Informationen zur Gesundheit der Tiere bündeln und als Frühwarnsystem dienen.

Schlachthöfe sollen mit Video überwacht werden.

Dies ist allerdings noch eine freiwillige Vereinbarung, der sich nach Ministeriumsangaben erst zwei große Schlachthöfe in NRW angeschlossen haben.

Ein Tierschutzbeauftragter soll mit eigener Stabsstelle bei der Ministerin angesiedelt werden.

Wie die Umstellung der Ställe finanziert werden soll, ist nach Angaben von Heinen-Esser noch offen.

Skeptisch äußerte sie sich, dass die Verbraucher bereit seien, mehr Geld für Fleisch aus tierwohlgerechter Haltung zu bezahlen.

Die ersten Bausteine des Konzepts sollen 2020 an den Start gebracht werden.

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