Im Autokorso: Heute protestieren Taxifahrer gegen die Billig-Konkurrenz

Düsseldorf – Denn Branchenverbände rufen Taxifahrer zu Protestaktionen auf. Damit wollen sie dem Bundesverkehrsministerium die Stirn bieten.

Tausende Taxifahrer werden in mehreren deutschen Städten zu Protestaktionen gegen eine Liberalisierung des Fahrdienstmarktes erwartet.
Tausende Taxifahrer werden in mehreren deutschen Städten zu Protestaktionen gegen eine Liberalisierung des Fahrdienstmarktes erwartet.  © DPA

Nordrhein-Westfalens Taxifahrer wollen am Mittwoch (13.30 Uhr) mit einer Kundgebung vor dem Düsseldorfer Landtag ihrem Unmut Luft machen.

Dabei geht es um Gesetzespläne, durch die sie ihre Jobs bedroht sehen. Konkurrierende Fahrdienste wie Uber würden mit den Regeln hingegen bevorteilt, argumentieren die Branchenvertreter.

Bereits am Vormittag kommen die Taxifahrer in verschiedenen Städten Nordrhein-Westfalens zusammen - so ist zum Beispiel in Köln ein Autokorso geplant (11 Uhr).

Auch in Duisburg, Dortmund und Bonn treffen sich Fahrer, um danach die Landeshauptstadt anzusteuern und an der zentralen NRW-Kundgebung teilzunehmen. Mindestens 500 Teilnehmer werden erwartet.

Das Bundesverkehrsministerium will den Fahrdienstmarkt liberalisieren und wesentliche Auflagen für neue Mobilitätsdienstleister wie Uber streichen.

Taxis müssten sich damit auf mehr Konkurrenz einstellen. Würde das Vorhaben tatsächlich umgesetzt, stünden zahlreiche Taxiunternehmer vor der Pleite, warnt Dennis Klusmeier, Vize-Chef des Taxi-Verbandes NRW. Er appellierte an die schwarz-gelbe Landesregierung, ihren Einfluss im Bundesrat geltend zu machen und das Bundesgesetz zu stoppen.

In ganz Deutschland wird gegen Uber und Co. gestreikt

Auch in anderen Bundesländern sind Taxifahrern für einige Stunden zu Protestaktionen aufgerufen - insgesamt sind wohl rund 30 deutsche Städte betroffen. Die bundesweit größte Aktion sei eine Sternfahrt in Berlin, bei der mehrere Tausend Taxis von drei Startpunkten aus im Schritttempo zum Brandenburger Tor fahren sollen, kündigte der Bundesverband Taxi und Mietwagen an.

Zeitgleich mit Düsseldorf soll es auch dort um 13.30 Uhr eine Kundgebung geben. Wer am Mittwoch also ein Taxi nehmen will, der könnte länger warten als üblich.

Taxis fahren im Protest-Konvoi.
Taxis fahren im Protest-Konvoi.  © DPA

Titelfoto: DPA


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