Schaden sinkt auf Rekordtief: Geldautomaten zu sicher für Datendiebe?

Düsseldorf/Frankfurt/Main – Kriminelle haben in NRW seltener Erfolg beim Ausspähen sensibler Kundendaten an Geldautomaten. Denn Sensibilität und Schutz nehmen zu.

Mit einer Mini-Kamera wird das Tastenfeld eines Bankautomaten beobachtet. (Symbolbild)
Mit einer Mini-Kamera wird das Tastenfeld eines Bankautomaten beobachtet. (Symbolbild)  © DPA

Der Datenklau an manipulierten Geldautomaten - das sogenannte Skimming - ist in Nordrhein-Westfalen deutlich zurückgegangen. Das hat das Unternehmen Euro Kartensysteme in Frankfurt berichtet.

In Nordrhein-Westfalen sank die Zahl der Fälle demnach von 70 im Vorjahr auf 48 in 2018. Das entspricht einem Rückgang von 31 Prozent.

Moderne Sicherheitstechnik mache es den Kriminellen immer schwieriger, Kartendaten und Geheimnummern (PIN) von Bankkunden auszuspähen.

Bundesweit manipulierten Datendiebe 2018 insgesamt 449 Mal Geldautomaten für "Skimming"-Versuche. Ein Jahr zuvor hatte es 499 Fälle gegeben. Brennpunkt blieb Berlin mit 343 Angriffen. Dort stieg die Zahl sogar.

Experten vermuten, dass die Datendiebe es dort auf die relativ leicht kopierbaren Kreditkarten ausländischer Touristen abgesehen haben. Euro Kartensysteme ist ein Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Banken und Sparkassen.

In Deutschland müssen Opfer von "Skimming" normalerweise keinen finanziellen Nachteil fürchten. In der Regel ersetzen Geldinstitute solche Schäden - vorausgesetzt, die Kunden sind sorgfältig mit ihrer Bankkarte und PIN umgegangen.

Titelfoto: DPA


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