Attacke auf Gerichtsvollzieher: Es war Salzsäure!

Düsseldorf – Nach der Attacke auf einen Gerichtsvollzieher in einem Haus in Düsseldorf geht die Polizei davon aus, dass die mutmaßliche Täterin 30-prozentige Salzsäure auf den Mann und zwei Mitarbeiter eines Schlüsseldienstes geschüttet hat.

Zahlreiche Rettungskräfte waren vor Ort im Einsatz.
Zahlreiche Rettungskräfte waren vor Ort im Einsatz.  © DPA

Das hätten Untersuchungen der Uniklinik ergeben, so ein Polizeisprecher am Donnerstag auf Anfrage.

Die Staatsanwaltschaft wollte am Donnerstag einen Antrag auf Unterbringung der Frau in einer psychiatrischen Anstalt stellen.

Die Wohnung der 51 Jahre alte Frau sollte am Mittwochmorgen zwangsgeräumt werden. Da sie nicht öffnete, ließ der Gerichtsvollzieher die Tür von einem Schlüsseldienst öffnen.

Laut Amtsgericht attackierte die Frau in diesem Moment den 45-Jährigen mit einer zunächst unbekannten Flüssigkeit. Auch zwei Mitarbeiter des Schlüsseldienstes bekamen etwas ab.

Alle drei wurden in die Düsseldorfer Uni-Klinik gebracht, die sie am Nachmittag nach ambulanter Behandlung wieder verlassen konnten.

Die Untersuchung der Spuren unter anderem an der Kleidung der Opfer ergab laut Polizei, dass es sich bei der Flüssigkeit um 30-prozentige Salzsäure handelte.

Da die Frau nach der Attacke Polizeibeamte mit einer Pistole bedrohte - die sich erst später als harmlos erwies - und sie sich dann in ihrer Wohnung verschanzte, wurde ein Spezialeinsatzkommando zum Tatort gerufen. (TAG24 berichtete)

Die mit Säureschutz-Anzügen ausgestatteten Elitepolizisten nahmen die Frau nach knapp zweieinhalb Stunden fest und führten sie aus der Wohnung. Laut Polizei ergaben sich im Verhör Hinweise auf Wahnvorstellungen der Frau. Ein Gutachter untersuchte sie später im Auftrag der Staatsanwaltschaft.

Die Frau, die vorher Menschen verletzt haben soll, hatte sich hier verschanzt.
Die Frau, die vorher Menschen verletzt haben soll, hatte sich hier verschanzt.  © DPA

Titelfoto: DPA

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