Starke Zunahme an Bomben-Funden in NRW: Das ist der Grund

Düsseldorf – Im vergangenen Jahr wurden in Nordrhein-Westfalen 2.811 Weltkriegsbomben unschädlich gemacht. Im Vergleich zu 2017 ist das eine Zunahme von 47 Prozent. Ein Grund ist der anhaltende Bauboom.

Der Bombenentschärfer Jost Leisten zeigt in Düsseldorf den Zünder einer entschärften Bombe.
Der Bombenentschärfer Jost Leisten zeigt in Düsseldorf den Zünder einer entschärften Bombe.  © DPA

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 13.068 Kampfmittel gefunden und geräumt. Dazu zählen neben Bomben auch Granaten, Minen und weitere Sprengmittel.

Das NRW-Innenministerium teilte die Zahlen am Freitag mit. Bomben mit einem Gewicht ab 50 Kilogramm müssen meistens direkt vor Ort gesprengt oder entschärft werden. Oft erfolgt dann auch eine Evakuierung der Umgebung. Dies war 2018 in NRW 291Mal der Fall.

Dabei habe es keine Unfälle gegeben, teilte eine Ministeriumssprecherin mit. Bei der Entdeckung von Munition seien vier Menschen verletzt worden.

Im vergangenen Jahr wurden die Spezialisten 34.046 Mal zur Prüfung von Bauvorhaben heran gezogen. Außerdem gab es 2.265 Zufallsfunde.

Innenminister Herbert Reul lobte die Sprengmeister für ihren Einsatz: "Der Kampfmittelräumdienst in Nordrhein-Westfalen hat im vergangenen Jahr hervorragende Arbeit geleistet. Ich danke den Spezialisten für ihre lebensgefährliche Tätigkeit. Sie nehmen jeden Tag aufs Neue Risiken auf sich, die dieser verantwortungsvolle Job mit sich bringt."

Der NRW-Kampfmittelräumdienst nahm im Mai 1949 knapp vier Jahre nach Kriegsende seine Arbeit auf. Die nicht explodierten Kriegsüberbleibsel bleiben bis heute eine Gefahr.

Auch 74 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs werden immer noch viele Blindgänger in der Erde entdeckt (Symbolbild).
Auch 74 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs werden immer noch viele Blindgänger in der Erde entdeckt (Symbolbild).  © DPA

Titelfoto: DPA

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