Rekord-Zahlen: So viele Ausländer leben in NRW

Düsseldorf – Wie die amtliche Statistikstelle am Donnerstag mitteilte, lebten Ende 2017 bei einer Gesamtbevölkerung von 17,9 Millionen mehr als 2,5 Millionen Ausländer in NRW. In fast allen Städten und Kreisen ist der Ausländeranteil gestiegen.
In Nordrhein-Westfalen lebten Ende 2017 mehr als 2,5 Millionen Ausländer.
In Nordrhein-Westfalen lebten Ende 2017 mehr als 2,5 Millionen Ausländer.  © 123RF

Auf das ganze Bundesland bezogen waren bei Personen mit syrischer Staatsangehörigkeit (+16.300), von Personen mit rumänischem (+12.300) und bulgarischem Pass (+7400) die stärksten Zuwächse der Ausländerzahl festzustellen.

Die größte ausländische europäische Nationalitätengruppe in Nordrhein-Westfalen waren Ende 2017 weiterhin Personen mit türkischer Staatsangehörigkeit (497.600), gefolgt von Personen mit polnischer (216.200) und italienischer Staatsangehörigkeit (141.400). Insgesamt kommen knapp 70 Prozent der in NRW lebenden Ausländer aus Europa.

Für Köln, die größte Stadt in NRW, ergibt sich bei einer Gesamtbevölkerungszahl von 1,08 Millionen ein Ausländeranteil von knapp 21 Prozent (230.000). Ähnlich wie auf Landesebene kommen auch in der Domstadt über zwei Drittel (74 Prozent) der Ausländer aus Europa. Die größte Gruppe außerhalb Europas bilden Migranten aus dem Irak (9000).

Wie die Statistiker weiter mitteilen, lebte 2017 gut jeder zweite (55,3 Prozent) Ausländer bereits seit mindestens acht Jahren in Deutschland und könnte somit einen Anspruch auf Einbürgerung geltend machen.

Die Ergebnisse basieren auf Daten des Ausländerzentralregisters (AZR), das beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geführt wird. Erfasst werden nur Personen, die ausschließlich eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzen.

Titelfoto: 123RF


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