Seine Lippen waren schon blau: Teamarzt rettet Eishockey-Spieler das Leben!

Düsseldorf – Beim Viertelfinal-Spiel zwischen Düsseldorf und Augsburg (4:3) am Freitagabend kam es zu einer dramatischen Situation. Der Düsseldorfer Teamarzt Ulf Blecker wurde dabei wohl zum Lebensretter.

Teamarzt Ulf Blecker (m) rettete Eishockey-Spieler Christoph Ullmann (35) wohl das Leben.
Teamarzt Ulf Blecker (m) rettete Eishockey-Spieler Christoph Ullmann (35) wohl das Leben.  © Imago

Es lief die 34. Minute des Duells der beiden DEL-Teams. Nach einem Check des Düsseldorfers John Henrion landete der Augsburger Christoph Ullmann (35) bewusstlos auf dem Eis.

DEG-Teamarzt Ulf Blecker erkannte sofort den Ernst der Situation. "Als ich bei ihm ankam, hatte Ullmann schon blaue Lippen", sagte Blecker gegenüber der Rheinischen Post.

Dem Arzt sei klar gewesen, dass der Spieler seine Zunge verschluckt hatte. Daher handelte Blecker geistesgegenwärtig, war sich dabei aber der Risiken bewusst: "Die Zunge musste aus dem Hals, aber da er schon beim Sturz bewusstlos war, bestand das Risiko, dass er beim Herausholen der Zunge eine Querschnittslähmung erleidet. Aber ohne das Eingreifen wäre er in kürzester Zeit erstickt, " berichtet der Teamarzt.

Dank des mutigen Einsatzes habe Ullmann danach wieder atmen können. Der 35-jährige Spieler wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Nach Angaben des Teamarztes ging es Ullmann am Samstagmorgen "recht gut", der Spieler sei aber sehr geschockt, wie knapp er mit dem Leben davon gekommen sei. Der Arzt ist sicher, dass der Spieler ohne Eingreifen erstickt wäre.

Entscheidungsspiel am Sonntag

Und so hatten die Augsburger trotz ihrer sportlichen Niederlage einen wichtigen Grund zum Jubeln. Am Sonntag (16.30) findet das entscheidende Spiel zwischen Augsburg und Düsseldorf um den Einzug ins Halbfinale der DEL-Playoffs statt.

Nach dem Eingreifen des Arztes konnte Ullmann wieder atmen.
Nach dem Eingreifen des Arztes konnte Ullmann wieder atmen.  © Imago
Der Spieler wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Der Spieler wurde in ein Krankenhaus gebracht.  © Imago

Titelfoto: Imago

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