Tod eines Siebenjährigen: Freispruch für zwei Ärzte

Düsseldorf - Nach dem Tod eines siebenjährigen Kindes im Krankenhaus sind zwei Düsseldorfer Ärzte vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen worden.

Der Junge war gestorben, weil eine notwendige OP nicht durchgeführt wurde (Symbolbild).
Der Junge war gestorben, weil eine notwendige OP nicht durchgeführt wurde (Symbolbild).  © DPA

Einem Gutachten zufolge waren sie nicht verantwortlich für die Entscheidung gegen eine dringend notwendige Operation.

Dem schloss sich das Gericht am Dienstag an.

Die Staatsanwaltschaft will stattdessen nun Ermittlungen gegen Chirurgen der Klinik aufnehmen, die für den Tod des Jungen verantwortlich sein könnten.

Der Siebenjährige hatte laut Obduktion an einem gefährlichen Darmverschluss gelitten.

Nach fast zwölf Stunden in der Klinik war er gestorben.

Die Staatsanwaltschaft hatte einen 64 Jahre alten Oberarzt und eine 31-jährige Assistenzärztin vor Gericht gebracht, am Dienstag aber selbst beantragt, beide freizusprechen.

Richterin: "Kein fehlerhaftes Handeln erkennbar"

Der Gutachter hatte ausgesagt, dass die Verantwortung für die nicht erfolgte, aber dringend notwendige Operation des Jungen nicht bei den angeklagten Kinderärzten gelegen habe.

"Es ist bei ihnen kein fehlerhaftes Handeln erkennbar", sagte Amtsrichterin Nicole Marci am Dienstag über die beiden Kinderärzte.

Titelfoto: DPA


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