Brexit-Debatte hinterlässt Spuren: Deutlich weniger NRW-Exporte nach Großbritannien

Düsseldorf – Die Brexit-Debatte hat im Außenhandel der NRW-Wirtschaft Spuren hinterlassen.

Im Außenhandel hat der bevorstehende Brexit 2019 Spuren hinterlassen.
Im Außenhandel hat der bevorstehende Brexit 2019 Spuren hinterlassen.  © Roland Weihrauch/dpa

In den ersten elf Monaten 2019 sank der Gesamtwert der Exporte ins Vereinigte Königreich um 12,1 Prozent auf gut 10 Milliarden Euro, wie aus Zahlen des Statistischen Landesamtes hervorgeht.

Damit ist Großbritannien auf den sechsten Platz der wichtigsten Export-Partnerländer für Nordrhein-Westfalen abgerutscht.

Den höchsten Stellenrang hatte Großbritannien bei den Exporten 2015 mit dem dritten Platz und fast 14 Milliarden Euro.

"Das hat etwas zu tun mit der Unsicherheit über die Rahmenbedingungen des Brexits. Es wird nicht wirklich investiert. Viele Unternehmen halten sich bei den Investitionen zurück", sagt Felix Neugart, Geschäftsführer International der IHK Düsseldorf.

Nach den Daten des Statistischen Landesamtes sind die wichtigsten Ausfuhrgüter der hiesigen Wirtschaft ins Vereinigte Königreich Kraftwagen und Kraftwagenteile, deren Wert um 13,2 Prozent schrumpfte. Gefolgt von chemischen Erzeugnissen mit einem Minus von 5,8 Prozent bis Ende November.

Titelfoto: Roland Weihrauch/dpa