Zuzug minderjähriger Flüchtlinge nach NRW deutlich gesunken

Düsseldorf – Im vergangenen Jahr sind deutlich weniger Kinder und Jugendliche ohne Begleitung ihrer Eltern aus dem Ausland nach Nordrhein-Westfalen gekommen. Ihre Zahl sank 2017 auf 5333 Fälle, wie das Statistische Landesamt am Montag in Düsseldorf mitteilte.

Die Zahl unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge, die nach NRW kamen, ist 2017 deutlich gesunken (Symbolbild).
Die Zahl unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge, die nach NRW kamen, ist 2017 deutlich gesunken (Symbolbild).  © DPA

Im Vorjahreszeitraum hatten die Jugendämter noch 11.448 unbegleitete Minderjährige aus dem Ausland in ihre Obhut genommen.

Schutzmaßnahmen (Inobhutnahmen) werden vom Jugendamt durchgeführt, wenn ein unmittelbares Handeln zum Schutz von Minderjährigen in Eil- und Notfällen als geboten erscheint.

Etwa ein Drittel der 15.835 Maßnahmen in 2017 betrafen unbegleitete Kinder und Jugendliche aus dem Ausland.

Neben der unbegleiteten Einreise aus dem Ausland waren Überforderung der Eltern bzw. eines Elternteils (4188) und Beziehungsprobleme der Eltern (1308) die häufigsten Gründe für die Inobhutnahmen.

Zwei Drittel der im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen unter den Schutz des Jugendamtes gestellten Kinder und Jugendlichen waren Minderjährige ab 14 Jahren (10.528); ein Drittel (5307) der Kinder war im Alter von unter 14 Jahren.

Titelfoto: DPA


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