Dunja Hayali sorgt mit Facebook-Post wieder einmal für Furore

Dunja Hayali hat auf Facebook ihre Meinung wieder einmal deutlich geäußert.
Dunja Hayali hat auf Facebook ihre Meinung wieder einmal deutlich geäußert.  © DPA

Essen/Berlin - Der Aufnahmestopp von Ausländern bei der Essener Tafel sorgt weiter für heftige Diskussionen. Nachdem sich sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel (TAG24 berichtete) zu Wort gemeldet hatte, hat sich nun auch Dunja Hayali geäußert.

Die ZDF-Moderatorin vertritt mit ihrem Facebook-Post eine gewohnt klare Haltung.

Seit dem 10. Januar erhalten bei der Essener Tafel nur noch Personen mit deutschem Ausweis eine neue Berechtigung zum Erhalt von Lebensmitteln. Begründet wird dies mit einem zu hohen Ausländeranteil, weshalb sich ältere Menschen nicht mehr trauen, das Angebot wahrzunehmen (TAG24 berichtete).

Es sei nicht besonders schlau, "am unteren Ende unserer Gesellschaft 'Hunger Games' zu veranstalten und Deutsche gegen Ausländer auszuspielen", findet Hayali.

Auch wenn sie das Motiv der Tafel sehr gut verstehe, könne das pauschale Ausschließen aller Ausländer ("Neukunden") nicht der Weg sein.

Kunden der Essener Tafel stehen vor dem Eingang der Ausgabestelle.
Kunden der Essener Tafel stehen vor dem Eingang der Ausgabestelle.  © DPA

"Die Botschaft - weltweit verbreitet -, lautet: Germans First. So wundert es nicht wirklich, dass in der Nacht zu Sonntag die Autos der Essener Tafel und die hintere Eingangstür reflexhaft mit 'Fuck Nazis'- Sprüchen beschmiert wurden."

Die Essener Tafel habe die denkbar schlechteste Möglichkeit gewählt ein Problem zu lösen, dennoch könne man es sich laut der 43-Jährigen nicht so einfach machen.

"Die Menschen, die dort ihre Zeit investieren, sind keine ausgebildeten Sozialarbeiter, werden nicht vom Staat bezahlt, geschult oder unterstützt. Für diese Fürsorge verdienen sie zunächst einmal unseren Dank. Und man solle Ihnen zuhören!"

Essen zeigt jedoch, dass es ein ernsthaftes Problem gebe: "Der Job der Tafeln ist nun mal nicht die Flüchtlingshilfe an sich. In manchen sozialen Brennpunkten fühlt sich die angestammte, eingesessene Bevölkerung an den Rand gedrängt."

Dass sich so mancher vernachlässigt, weggedrängt und ignoriert fühle, dürfe so nicht sein.


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