Hayalis Gedanken zu Terror und Politik am ersten Advent

Moderatorin Dunja Hayali (43) fragt: "Wieso läuft jetzt alles Richtung Feindschaft?"
Moderatorin Dunja Hayali (43) fragt: "Wieso läuft jetzt alles Richtung Feindschaft?"  © DPA

Berlin - Was genau meint ZDF-Moderatorin Dunja Hayali mit "KingKongisierung unserer Gesellschaft?!" Denn damit überschreibt die 43-Jährige passend zum 1. Advent ihre Gedanken zu Weihnachten.

"Härter könnte der Kontrast nicht sein. Einmal Glühwein und rote Bäckchen bitte, ein bisschen Engelshaar, Lebkuchen und Familienidylle zum ersten Advent. Dazu laufen dann jetzt auch schon die extrem sentimentalen Werbespots im Fernsehen, die einen echt zu Tränen rühren", so beginnt die beliebte ZDF-Moderatorin ihren Post auf Facebook.

Ja, die Werbung in Zeiten der Weihnacht macht betroffen (TAG24 berichtete).

"... wenn der kleine Roboter aus seiner kalten Tekki-Welt an die Festtafel einer Bilderbuch-Familie gerät. Ja. Wunderschön. Dieser Zusammenhalt, das Miteinander, die Wärme, die Freude, das Kaminfeuer, der Schnee. Da zündet man gerne eine Kerze an. Oder auch zwei."

Jetzt bricht Hayali plötzlich die "weihnachtliche" Wärme: "In der zum Teil kalten Realität aber - jetzt - im ausklingenden Jahr 2017 zündet man gleich ein ganzes Haus an, der Gegensatz könnte brutaler nicht sein."

Hayali zählt nachdenklich die Grausamkeiten der letzten Woche auf

ZÄRTLICHE WERBUNG ZU WEIHNACHTEN: "Opa" bekommt eine VR-Brille (Virtuelle Realität). Diese trägt man auf dem Kopf, und sie präsentiert dir Bilder auf die Netzhaut. Alles ganz nah und lebensecht.
ZÄRTLICHE WERBUNG ZU WEIHNACHTEN: "Opa" bekommt eine VR-Brille (Virtuelle Realität). Diese trägt man auf dem Kopf, und sie präsentiert dir Bilder auf die Netzhaut. Alles ganz nah und lebensecht.

"In Hessen wird nach einem Raubüberfall ein Wohnhaus in Brand gesteckt. Der Besitzer stirbt. Im Sauerland setzt ein wütender Mensch seinem Bürgermeister ein Messer an den Hals. In Cuxhaven fährt ein Asylbewerber vor einer Disco offenbar mit Absicht in eine Menschengruppe. All das passierte in dieser einen letzten Woche."

Ihre berührenden Worte haben 4000 Reaktionen, 400 Kommentare und wurden über 300 Mal geteilt.

Sie fragt weiter: "Wieso ist jetzt diese unglaubliche Härte im Spiel? Oder ist das nur eine Täuschung? Früher gab‘s doch auch Meinungsunterschiede, darüber wurde energisch und mit Leidenschaft gestritten, am Ende hat man sich geeinigt."

Trägt die absolute Aktualität der sozialen Medien Schuld? ""Verrohung“ ist das Stichwort der letzten Tage. „Brutalisierung“ trifft es noch viel besser. Klar, heutzutage kriegt man durch die sozialen Medien einfach auch viel mehr mit, als noch vor 20 Jahren. Eine wahre Informationsflut. Oder eben zum Teil auch eine unwahre. Und doch hat man das Gefühl, dass eine Schranke nach der anderen fällt. Ist das die KingKongisierung unserer Gesellschaft?"

In jedem Fall: Sie wünscht allen "einen schönen und friedlichen ersten Advent. Liebe Grüße von der bewegenden Ostsee! e&dh"


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