Sie will Bier in Bus und Bahn verbieten!

Dr. Kristin Ferse (56, 2.v.l.) ist für das Alkoholverbot in Bussen und Bahnen.
Dr. Kristin Ferse (56, 2.v.l.) ist für das Alkoholverbot in Bussen und Bahnen.

Von Dominik Brüggemann

Dresden - Volle Bahnen und volltrunkene Fahrgäste: Besonders am Wochenende und in den Linien der Neustadt sind häufig alkoholisierte Menschen unterwegs.

Für die Suchtbeauftragte der Stadt Dresden, Dr. Kristin Ferse (56), ist der offene Umgang mit Alkohol ein Unding: „Ein Alkoholverbot in den Straßenbahnen und Bussen wäre sinnvoll“, fordert sie.

Ihr Kernargument: „Für Kinder und Jugendliche erscheint der Alkoholkonsum unserer Gesellschaft völlig normal. Dabei ist es eine Gefahr, die Kinder diesem Drogenalltag auszusetzen.“

Zu schnell würden sie die legale Droge Alkohol als alltägliches Konsummittel wahrnehmen. Schließlich ist Alkohol bei den Dresdnern die Problemdroge Nummer eins.

Bei den Dresdner Verkehrsbetrieben stand das Thema bereits auf der Agenda. „In unseren Fahrzeugen gilt ohnehin ein Trinkverbot, allerdings können und wollen wir niemandem einen Schluck Wasser aus der Flasche verbieten“, so Anja Ehrhardt (41), Sprecherin der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB).

Heißt konkret: Die Flasche Bier in den Straßenbahnen wird eher hingenommen als bestraft.

Offen aussprechen möchte man das bei den Verkehrsbetrieben so nicht, aber ein klares Alkoholverbot in den Bahnen und Bussen wird nicht angestrebt.

Wenn es nach Ferse geht, gehören Bilder wie dieser der Vergangenheit bald an.
Wenn es nach Ferse geht, gehören Bilder wie dieser der Vergangenheit bald an.

Fotos: Steffen Füsssel


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0