Historische Dynamo-Pleite! 1:8 in Köln höchste Niederlage der Geschichte

Köln - Was für eine historische Pleite! Dynamo Dresden wird den 10. November 2018 so schnell nicht vergessen. Denn das Team von Trainer Maik Walpurgis kassierte am Samstag im Auswärtsspiel beim 1. FC Köln die höchste Niederlage der Vereinsgeschichte.

Hier kassiert Dynamo das erste von vier Gegentoren.
Hier kassiert Dynamo das erste von vier Gegentoren.  © DPA

Die Mannschaft unterlag im Rhein-Energie-Stadion Köln mit sage und schreibe 1:8 (0:2).

Dreimal Simon Terodde (42./46./61.), zweimal John Cordoba (3./51.), zweimal Jonas Hector (56./83.) und einmal Louis Schaub trafen für den Effzeh.

Den Dynamo-Ehrentreffer erzielte Baris Atik in der 72. Minute.

Dynamo-Coach Maik Walpurgis setzte Jannis Nikolaou nach dessen Gelb-Rot-Sperre wieder in die Startelf. Doch sein Plan, mit zwei stabilen Abwehrreihen hinten die Null zu halten, wurde von den Kölnern früh über den Haufen geworfen.

Jhon Cordoba war bereits nach 18 Sekunden durch, wurde aber mit einem Abseitspfiff gestoppt. Dieser hätte auch in der 3. Minute beim Pass von Marcel Risse zu Dominick Drexler ertönen müssen, doch das Gespann um FIFA-Schiedsrichter Felix Brych lief weiterlaufen. So flankte Drexler in den Rückraum und Cordoba köpfte zur frühen 1:0-Führung für den „Effzeh“ ein.

Dynamos erste Torannäherung folgte durch Nikolaou (7.), doch sein Kopfball verfehlte den Kasten weit. Auch Kapitän Marco Hartmann fand mit seinem Kopfball (16.) kein Glück.

Simon Terrodde traf dreimal für Köln.
Simon Terrodde traf dreimal für Köln.  © DPA

Kurz vor der Pause (42.) das 2:0 der Gastgeber. FC-Mittelfeldspieler Louis Schaub dribbelte durch die schwarz-gelben Reihen. Statt zu einem seiner beiden Stürmer zu passen, lief er weiter, ließ Hartmann stehen, der wegrutschte. Anschließend tendelte der Ball von den Füßen von Philip Heise zu Simon Terodde, der aus kurzer Distanz seinen 14. Saisontreffer markierte.

Walpurgis reagierte in der Halbzeit, brachte Baris Atik für Nikolaou. Atik sollte in den zweiten 45 Minuten für mehr Offensivdrang sorgen, denn im ersten Durchgang nicht viel nach vorn.

Doch es kam noch dicker! Nach gerade einmal 21 Sekunden (46.) traf Terodde erneut. Wieder war es Schaub mit der Vorarbeit, der auf den Top-Torjäger ablegte.

Diesen Anlass nutzte der Gästeblock, um die Nordkurve kräftig mit schwarz-gelbem Rauch zu vernebeln. Das Spiel war für gute drei Minuten unterbrochen, in denen Walpurgis seine Mannen zusammen rief und eine erneute Ansprache hielt.

Doch was auch immer der 45-Jährige seinen Jungs erzählte, es ging wieder nach hinten los. Hartmann verlängerte unfreiwillig einen langen Ball (51.) auf Cordoba, der sich gegen einen nur mitlaufenden Dario Dumic durchsetzte und ins lange Eck einschob - das 4:0 zur endgültigen Vorentscheidung.

DFB-Nationalspieler und FC-Kapitän Jonas Hector (56.) setzte mit einem Dribbling im Sechzehner und dem daraus resultierenden 5:0 noch einen drauf.

Die Tore fielen nun im Minutentakt, so dass man kaum noch mit dem Aufschreiben hinterher kam. Einmal zu lange auf die Tastatur geguckt, klingelte es schon wieder, so wie in der 61. Minute: Hector flankte butterweich auf Terodde, der sich im Rücken von Hartmann absetzte und per Kopf seinen Dreierpack zum 6:0 schnürte - das halbe Dutzend war bereits nach einer Stunde Spielzeit erreicht.

Immerhin schaffte Atik (73.) noch den Ehrentreffer. Der ebenfalls eingewechselte Erich Berko bediente den Deutsch-Türken mit einem Lupfer, Atik hämmerte das Leder unter die Latte.

Dieser Schuss war schon sehensert, doch Schaub konnte das noch besser. Der Kölner schlenzte den Ball (78.) zum 7:1 in den langen Giebel. Hector erhöhte (83.) per Kopfball zum 8:1-Endstand. Torhüter Markus Schubert konnte einem Leid tun.

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