Dynamo-Ablenkung vom Abstiegskampf! SGD sucht im Pokal das Erfolgserlebnis

Dresden - Nach dem Spiel ist vor dem Spiel - und das ist gut so. Vor allem, wenn man sich in einer sportlich so prekären Lage wie Dynamo Dresden befindet.

Dynamo-Keeper Kevin Broll (r.) prallt mit Bielefelds Mittelstürmer Fabian Klos zusammen.
Dynamo-Keeper Kevin Broll (r.) prallt mit Bielefelds Mittelstürmer Fabian Klos zusammen.  © DPA/Robert Michael

Für die Schwarz-Gelben bietet sich nach vier Liga-Niederlagen in Folge im DFB-Pokal die Gelegenheit, morgen bei Hertha BSC zumindest ein kleines Erfolgserlebnis zu bekommen.

Mehr als 30.000 Fans werden die Mannschaft in die Hauptstadt begleiten, auch wenn die geplante Volksfeststimmung durch den zähen Abstiegskampf etwas getrübt sein dürfte.

Aber vielleicht finden Spieler und Fans über dieses "Jetzt-erst-recht-Gefühl" wieder näher zusammen.

Schon ein couragierter Auftritt im Olympiastadion würde dafür wohl reichen - an eine kleine Sensation glaubt derzeit niemand.

Aber darum geht es auch gar nicht, obwohl natürlich ein Weiterkommen auch finanziell äußerst lukrativ wäre.

Für das Erreichen des Achtelfinals werden schließlich schlappe 700.000 Euro ausgezahlt.

Noch wichtiger ist es in der derzeitigen Situation jedoch, dass die mental angeschlagene Truppe von Trainer Cristian Fiel wieder in die Spur findet.

Kevin Broll ist aktuell Dynamo Dresdens Lichtblick und kennt sich im Abstiegskampf aus

Klare Ansprache: Kevin Broll (M.) redet auf Florian Ballas (l.) und Kevin Ehlers ein.
Klare Ansprache: Kevin Broll (M.) redet auf Florian Ballas (l.) und Kevin Ehlers ein.  © Lutz Hentschel

Zudem dient die Partie beim Erstligisten als Manöver für das Auswärtsspiel am Sonntag beim VfB Stuttgart - die Rollen werden dann ähnlich verteilt sein.

"So blöd es klingt: Jetzt heißt es Kopf hochnehmen und weitermachen. Du kannst ja nicht aufhören im Oktober", hatte Kapitän Marco Hartmann im Dynamo-TV noch einmal betont.

Da man in dunklen Zeiten auch nach kleinen Lichtblicken sucht - hier ist einer. Und der heißt Kevin Broll.

Dynamos Schlussmann hat sich zu einem echten Rückhalt entwickelt, war auch beim 0:1 gegen Bielefeld bester Dresdner. Und: Der 24-Jährige kennt sich im Abstiegskampf aus, schaffte mit Großaspach in der Vorsaison am Ende gerade noch so den Klassenerhalt in der 3. Liga.

Auf Abstiegskampf mit Dynamo hätte er natürlich gerne verzichtet, kann aber damit umgehen: "Natürlich ist es schwer, das irgendwie in Worte zu fassen. Aber wir dürfen nicht resignieren, nicht aufgeben, müssen einfach weitermachen und irgendwie den Bock umstoßen - mit aller Kraft. Wir müssen Herz zeigen, Leidenschaft. Und nach vorn gucken."

Schließlich ist nach dem Spiel vor dem Spiel.

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