Ex-Dynamo Aias Aosman vor Rückkehr nach Deutschland?

Belek - Kehrt Ex-Dynamo Aias Aosman der Türkei nach einem halben Jahr wieder den Rücken?

Vier Jahre trug Aias Aosman das Dynamo-Trikot - oder zog es wie hier nach seinem Siegtor gegen RB Leipzig auch mal aus.
Vier Jahre trug Aias Aosman das Dynamo-Trikot - oder zog es wie hier nach seinem Siegtor gegen RB Leipzig auch mal aus.  © Lutz Hentschel

"Ich hatte schon die eine oder andere Anfrage jetzt im Winter - nicht nur aus Deutschland. Vorstellen kann ich es mir. Aber es müssen viele Bedingungen erfüllt sein", betonte der Offensivspieler am Mittwochabend nach dem 2:0-Sieg seines Teams Adana Demirspor gegen den Chemnitzer FC.

Aosman stand in Belek in den ersten 45 Minuten auf dem Platz und übernahm im zentralen Mittelfeld die Rolle des Ballverteilers.

Wie hat er das halbe Jahr seit seinem Weggang aus Dresden erlebt? "Bisschen abenteuerlich", verriet Aosman: "Ich habe ein neues Land, eine andere Spielweise, viele neue Menschen und eine neue Sprache kennengelernt."

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Adana ist eine Multi-Kulti-Truppe. Aosman: "Der Trainer spricht türkisch. Wir haben viele verschiedene Nationalitäten im Team. Es ist immer ein Übersetzer dabei. Die Kommunikation läuft in Englisch."

Sportlich läuft es in der zweiten türkischen Liga (noch) nicht wie erhofft. Adana liegt auf einem Mittelfeldplatz.

Aias Aosman drückt Dynamo Dresden für den Klassenerhalt die Daumen

Aias Aosman zieht derzeit beim türkischen Zweitligisten Adana Demirspor die Fäden im Mittelfeld.
Aias Aosman zieht derzeit beim türkischen Zweitligisten Adana Demirspor die Fäden im Mittelfeld.  © Picture Point/Gabor Krieg

Aosman, der in zehn Einsätzen zwei Tore erzielte, sagt: "Es sind nur vier Punkte auf die Playoffs, sechs auf die direkten Aufstiegsplätze. Wir wollen hoch, ganz klar. Und wir werden das schaffen, denn wir haben eine richtig gute Mannschaft."

Im Test gegen Chemnitz war das erst in der zweiten Halbzeit - und da nur ansatzweise - zu sehen.

"Wir waren etwas kaputt. Das war die neunte Einheit innerhalb von drei Tagen", meinte Aosman.

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Seine erfolgreiche Zeit bei Dynamo - Aufstieg, 16 Tore in über 100 Zweit- und Drittliga-Spielen - hat er nicht vergessen.

"Ich habe noch viele Freunde in Dresden. Ist doch klar, wenn man vier Jahre dort lebt und spielt", so der Syrer, der gern in die Elbestadt zurückkehrt: "Seit letztem Sommer war ich schon drei, vier Mal da. In dreieinhalb Stunden bist du mit dem Flieger dort. Dresden ist einfach eine schöne Stadt."

Dass dem Traditionsverein der Abstieg droht, ist ihm nicht entgangen. "Echt bitter, was gerade dort los ist. Doch im Fußball gibt es Höhen und Tiefen. Dynamo erlebt gerade eine schlechte Phase", erklärte Aosman.

"Ich drücke die Daumen, dass sie da wieder raus kommen. Das wird schwer. Ich hoffe, sie packen das."

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