Dynamo: Atik ärgert sich übers Unentschieden, aber es gibt eine wichtige Erkenntnis!

Dresden - "Herzlichen Glückwunsch zum Punkt!" Die Medienleute wollten Dresdens Baris Atik gerade gratulieren, als dieser dazwischen grätschte: "Das nehme ich nicht an. Wir waren die klar bessere Mannschaft, hätten unsere Chancen nutzen müssen", ärgerte sich der Offensivmann nach dem 0:0 seiner Dynamos beim SV Darmstadt. "Drei Punkte wären definitiv möglich gewesen."

Baris Atik ärgert sich nach seiner großen Chancen, Dynamo in Darmstadt zum Sieg zu schießen.
Baris Atik ärgert sich nach seiner großen Chancen, Dynamo in Darmstadt zum Sieg zu schießen.  © Jan Huebner/Ulrich

Es gab Zeiten, da hätte Dresden ein so überlegen geführtes Spiel mit derart vielen guten Chancen am Ende noch verloren.

Jetzt sprang zumindest der erste Zähler in der Fremde in dieser Saison heraus. Atik, der zu den Besten seiner Truppe zählte, konnte das kaum trösten.

Vor allem mit seiner vergebenen Großchance haderte er: "Den muss ich machen. Ich habe in der Situation ein bisschen abgeschaltet. Das darf mir nicht passieren", schüttelte er den Kopf.

Die Möglichkeit war im Grunde das Sahnestück der ersten Hälfte: Sascha Horvath hatte die Kugel am Sechzehner zu Alexander Jeremejeff gelupft. Dieser legte den Ball per Kopf auf Atik ab. Dessen Direktabnahme lenkte SVD-Keeper Florian Stritzel irgendwie über die Latte.

"Der Treffer hätte wohl gezählt, ich habe gehört, es war kein Abseits. Ärgerlich", so der 24-Jährige, der an alter Wirkungsstätte gern getroffen hätte.

"Wir hätten viel mehr schießen müssen. Aber es ist auch nicht so einfach, wenn sich alle hinten reinstellen. Das war schon schwierig. Darmstadt wollte doch gar nichts mit Fußball zu tun haben. Es hätte nur noch gefehlt, dass ihr Physio auch noch mit in die Abwehr gegangen wäre", sprach Atik auch die überraschend destruktive Spielweise der Lilien an und ergänzte:

"Wir hatten so viele Flanken, die gut kamen, der Pfostenschuss und das Abseitstor von Alex. Mit ein bisschen mehr Glück machen wir zwei, drei Buden und fahren mit einem Sieg nach Hause."

So ist es nur einer geworden, den die Dresdner mit ins Gepäck legen konnten. Aber auch die Erkenntnis, dass Dynamo auf fremden Boden derart dominieren kann und das System von Trainer Cristian Fiel auch auswärts immer besser greift, fuhr mit zurück in die sächsische Landeshauptstadt.

Eine wichtige Erkenntnis nahm Dynamo dennoch aus Darmstadt mit: Das System von Cristian Fiel funktioniert auch auswärts und generell immer besser.
Eine wichtige Erkenntnis nahm Dynamo dennoch aus Darmstadt mit: Das System von Cristian Fiel funktioniert auch auswärts und generell immer besser.  © Jan Huebner/Ulrich

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