Darum ist Dynamo-Neuzugang Chris Löwe der etwas andere Fußball-Profi!

Dresden - Chris Löwe. 88 Spiele für Chemnitz, 7 für Dortmund, 99 für Kaiserslautern und 93 für Huddersfield. Dynamo hat sich einen jungen Mann geangelt, der bereits viel herumgekommen ist in der Fußball-Welt, der Erfolge feiern konnte.

Chris Löwe spielte zuletzt für Huddersfield Town in der englischen Premier League.
Chris Löwe spielte zuletzt für Huddersfield Town in der englischen Premier League.  © DPA

Deutscher Meister, Pokalsieger, Premier-League-Aufstieg und -Klassenerhalt. Aber was bekommt Dynamo für einen Typen?

Wer die sozialen Netzwerke durchforstet, auf Facebook oder Instagram sucht, um den Neuen besser kennenzulernen, der wird ihn nicht finden.

Das ist eine Welt, die dem 30-Jährigen nicht liegt oder besser, die ihm nichts gibt. "Da bin ich nicht der Typ dafür. Mein Essen fotografieren, ins Netz stellen und die ganze Welt daran teilhaben lassen, das bin ich nicht, das brauche ich nicht", sagte er vor einem Jahr bei einer Stippvisite bei seinem Heimatverein Wacker Plauen im Vogtland.

"Das ist eine Fake-Welt. Das kann jeder gern machen, ich nicht", so Löwe. "Ich spiele lieber Fußball und fahre danach heim zu meiner Familie."

Apropos Familie. Das ist für Löwe das höchste Gut. Seine Eltern wohnen noch immer in Plauen unweit jenes Sportplatzes, auf dem er als Sechsjähriger zu kicken begann.

Chris Löwe im Dynamo-Land. Die Schwarz-Gelben bekommen keinen Profi von der Stange, sondern einen mit klarer Meinung und viel Erfahrung.
Chris Löwe im Dynamo-Land. Die Schwarz-Gelben bekommen keinen Profi von der Stange, sondern einen mit klarer Meinung und viel Erfahrung.  © imago images/Steffen Kuttner

Egal, wo der Abwehrspieler unter Vertrag stand, ein Besuch bei den Eltern stand immer auf dem Plan.

Auch in seiner Zeit im Norden Englands in Huddersfield. Frau und Sohn haben es öfters geschafft als er.

"Ich genieße die Zeit, wenn es mal klappt. In England war das leider nicht so oft." Das wird jetzt wieder besser werden.

Gerade die Urlaubstage in jedem Mai und Juni nutzt(e) er ausgiebig. So vergaß er eben im Vorjahr seine Wurzeln auch nicht, als er bei der Jugend von Wacker Plauen vorbeischaute.

Auf dem Feld bekommt Dynamo Dresden einen Jungen, der auf seiner linken Abwehrseite seiner Arbeit kompromisslos verrichtet, ohne große Schnörkel.

Einen, der mit seiner Erfahrung aus zwei Jahren Bundesliga, drei Jahren 2. Liga und zwei Jahren Premier League seine Mitspieler mitreißen kann. Löwe ist einer, der voran geht. Aber danach lieber zu seiner Familie fährt, statt Siege groß zu feiern.

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