Dynamo-Spieler Löwe glaubt an die Chance: "Die ersten zwei Heimspiele zeigen die Richtung!"

Dresden - "Kleines Loch? Das hast du aber nett formuliert", sagt Dynamo Dresdens Chris Löwe und greift sich an die Nase. An seine eigene wohlgemerkt. Die Frage an ihn lautete, ob er denn jetzt aus seinem kleinen Loch heraus sei.

Chris Löwe auf dem Gelände des Dynamo-Teamhotels im Trainingslager im spanischen Mijas. Der Abwehrmann hofft, dass er ab sofort sein wahres Leistungspotenzial abrufen kann.
Chris Löwe auf dem Gelände des Dynamo-Teamhotels im Trainingslager im spanischen Mijas. Der Abwehrmann hofft, dass er ab sofort sein wahres Leistungspotenzial abrufen kann.  © Lutz Hentschel

Der 30-Jährige reflektiert sich sehr gut. Er weiß: 2019 war nicht sein Jahr. 2020 soll es besser werden.

Zum dritten Mal in Folge erlebt der gebürtige Plauener Abstiegskampf. 2018 hat er ihn in der Premier League mit Huddersfield geschafft, 2019 nicht. Nun wieder dieser Druck, mit dem im Sommer gar keiner gerechnet hat.

Löwe überlegt kurz: "Ich habe beides miterleben dürfen, wenn ich das so sagen darf. 2017 sind wir mit Huddersfield ja aufgestiegen. Da ist ja auch Druck da. Aber ein Druck, der anders ist, als wenn du unten drinstehst. Denn wenn du unten drinstehst, hast du was zu verlieren – im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn du oben stehst, kannst du bloß etwas gewinnen. Entweder du steigst auf oder die Situation bleibt, wie sie ist", erklärt er ruhig mit einem Glas Tee in der Hand.

"Der Druck ist jetzt natürlich ein ganz anderer. Wir sind uns dessen schon bewusst, dass da auch noch ein Rattenschwanz hinten dranhängt, der nicht bloß den Spieler betrifft. Deswegen ist der Druck schon größer, als wenn du oben mitspielst."

Chris Löwe genoss die fußballfreie Zeit mit seiner Familie

Chris Löwe sieht die ersten beiden Heimspiele als richtungsweisend an.
Chris Löwe sieht die ersten beiden Heimspiele als richtungsweisend an.  © Lutz Hentschel

Und daher war Löwe froh, dass er die Feiertage mit seiner Familie verbringen, mal abschalten konnte. "Das lenkt schon ab. Die Familie tut im Allgemeinen immer gut. Meinem Sohn ist es egal, ob ich 5:0 gewinne oder 0:5 verliere. Wenn ich heimkomme, will er mit mir spielen. Dann bin ich da und das ist wichtig."

Wichtig will Löwe ab sofort nicht nur für Frau und Sohn sein, sondern auch für Dynamo. "Wir haben eine Chance, das steht fest", sagt er klar. "Am Ende glaube ich, dass die ersten beiden Heimspiele uns die Richtung zeigen werden.“

Er merkt, dass die Mannschaft einen Sprung nach vorn gemacht hat - und er auch.

Löwe kommt an sein altes, gewohntes Niveau heran: "Wenn ich das schaffe, bin ich mit Sicherheit ein Gewinn für die Mannschaft. Wenn ich es wie in der Hinrunde nicht schaffe, kann auch irgendjemand anderes spielen."

Doch er will zeigen, "dass eben nicht irgendjemand anderes spielen kann, sondern dass ich meine Leistung bringe, und dass ich dann am Ende spiele."

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